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ſchenken, in denen Du die überſtandenen Leiden vergeſſen kannſt. — Habt Dank für dieſen gütigen Wunſch, gnädigſte
Fürſtin, erwiederte Klara. Doch weiß ich wahrlich nicht,
welch Glück mir noch werden könnte, was ich nicht ſchon
beſäße. Theure Eltern, einen geliebten Mann, treue Freunde,
irdiſches Gut und zu dem Allen noch die Gnade meiner
fürſtlichen Herrin: iſt dies nicht mehr als ein gewöhnliches
Glück? Die überſtandene kurze Trübſal aber vermag meine
Freude nicht zu trüben; ſie erſcheint mir nur noch wie ein böſer Traum, nach deſſen Verſchwinden man ſich um ſo wohler fühlt. Wahrlich, wäre mein Sinn nicht allzu leicht⸗ fertig, ich müßte mich betrüben, daß ich meinem Gott nicht dankbar genug bin.
— Cott erhalte Dir dieſen leichtfertigen Sinn, wie Du es nennſt, Du gutes Kind! ſprach die erlauchte Frau, ſchloß Klara in ihre Arme und küßte ſie.
Mit ſichtlichem Wohlgefallen ſah Kurfürſt Friedrich dem Thun ſeiner Gemahlin zu und wandte ſich dann wieder zu Ottokar, dem man es anſah, daß er dem Wunſche der Kur⸗ fürſtin mit ganzer Seele beiſtimmte.
— Ich habe vernommen, Freund, daß Ihr Euch ge⸗ weigert, ein Amt bei den beiden Städten zu bekleiden, ſagte der Kurfürſt zu Ottokar. Ich kenne Eure Grunde bei die⸗ ſer Weigerung nicht; doch welche es auch ſein mögen, gewiß ſind ſie Eurer würdig und ich ehre ſie, indem ich nicht nach ihnen forſche, ja, ſie nicht einmal erfahren will. So leid mir dieſer Euer Entſchluß nun auch um der beiden Städte willen thut, ſo iſt er mir auf der andern Seite wieder faſt lieb, denn ich habe ein neues Verlangen an Euch zu ſtellen und kann dies jetzt thun, ohne zu fürchten, Euch allzu ſehr zu überbürden. Ich habe nämlich eingeſehen, daß die Ka⸗ landsgenoſſenſchaften, deren Nützlichkeit ich durch Euch er⸗
kannt, in ihrer neuen Geſtalt einer beſtändigen Leitung und
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