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auf die Gefahr hin, als ungebetene Gäſte zurückgewieſen zu werden!
— Nie hätte ich's, mein gnädigſter Fürſt, gewagt— ſtammelte Boytin, die dargebotene Hand ſeines Gebieters ehrfurchtsvoll küſſend. So hohe Ehre— o könnte ich Euch würdig empfangen!
— Deine ungeheuchelte Freude ob unſeres Kommens iſt der würdigſte und beſte Empfang, der uns werden kann, erwiederte Friedrich.
Dann trat er zu ſeiner Gemahlin, die auf Ottokar ge⸗ ſtützt, eben vom Zelter herabſtieg, und reichte ihr den Arm.
— Habt Dank für dieſen Dienſt, den ich verſäumte, ſagte er lächelnd zu Ottokar, bevor dieſer ſeinen ehrerbietigen Gruß ausſprechen konnte.
Darauf nannte er ſeiner Gemahlin den Namen des jungen Mannes und aus den freundlichen Worten, welche die junge Fürſtin an Ottokar richtete, konnte man deutlich erkennen, welch einen guten Klang dieſer Name am Hofe hatte.
Unter dem wiederholten Rufe der verſammelten Menge: „Heil unſerm Kurfürſten!“ begab ſich das hohe Paar in das Haus, auf deſſen Schwelle es von Frau Katharine ge⸗ bührend empfangen ward. Zwei Edelknaben aus dem Ge⸗ folge, Jeder ein ſauberes Käſtlein tragend, folgten ihrer Herrſchaft.
Nach den ehrfurchtsvollen Begrüßungen im Bankettſaal und deren huldvoller Erwiederung und nachdem Boytin den erlauchten Gäſten die ihnen unbekannten Anweſenden vor⸗ geſtellt, rief der Kurfürſt Ottokar und Klara zu ſich heran und er wie ſeine Gemahlin gaben dem Brautpaare in herz⸗ lichen Worten ihre Theilnahme zu erkennen.
— Wie viel haſt Du in ſo zarter Jugend ſchon erdul⸗ den müſſen, armes Kind! ſagte die Kurfürſtin unter Anderem zu Klara. Möge Dir der Allgütige hinfort reiche Freuden


