Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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lichen Biere und den guten Wein herrlich munden. Auch die Dorfbewohner eilten jetzt, nach beendetem Tagewerke, herbei, und als nun die Muſikanten die bekannten Tanz⸗ weiſen erklingen ließen, da zog man ohne Weiteres die Dörf⸗ nerinnen heran und begann mit ihnen den luſtigen Reigen, zum größten Verdruß der anfangs von fern zuſehenden jun⸗ gen Bauernburſchen. Bald aber wurden auch ſie von der allgemeinen Luſt fortgeriſſen und nun tanzten, ſangen, lach⸗ ten, jubelten und tranken Städter und Landleute in buntem Gemiſch und ungeſtörter Einigkeit durch einander, während oben im Bankettſaal die eingeladenen Gäſte an der reichbe⸗ ſetzten Tafel ſich nicht minder der Luſt und der Fröhlichkeit überließen.

Plötzlich ſchwieg unten die Muſik inmitten des Tanzes ſtill und ein leiſes Gemurmel trat an die Stelle des lauten Jubels. Noch konnten ſich die im Saal Befindlichen nicht erklären, was da unten vorging, als Boytin, der ſchnell an eins der offenen Fenſter getreten war, mit dem haſtigen Rufe: Folge mir ſchnell, Ottokar! eilig den Saal verließ.

Ottokar folgte ungeſäumt der Aufforderung.

Jetzt hörte man aber, wie mehrere Reiter in den Hof ſprengten; eine ſchmetternde Trompetenfanfare ertönte und der donnernde Ruf:Heil dem Kurfürſten! Heil der Kur⸗ fürſtin! erſchütterte die Luft. Da erhoben ſich Alle im Saal in freudiger Beſtürzung von ihren Plätzen.

Es war in der That der Landesherr, der mit ſeiner jungen Gemahlin und einem kleinen reiſigen Gefolge durch die Reihen der auf dem Hofe Verſammelten ſprengte, die ihm ehrfurchsvoll Platz machten.

Gott zum Gruß, mein wackerer Boytin! rief er die⸗ ſem zu und ſprang vom Rappen, ehe Boytin ſeine Abſicht erreichen und ihm den Steigbügel halten konnte. Wir haben vernommen, welches Feſt hier zu Britz gefeiert werden ſoll,

und uns bewogen gefunden, daran Theil zu nehmen, ſelbſt

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2.