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— Und ſollte mir es noch gelingen, ſetzte er lächelnd hinzu, Dich zur Annahme eines der Aemter zu bewegen, die Dir von beiden Städten in ehrender Anerkennung Deiner Verdienſte um ihre Freiheit angetragen worden ſind, ſo würde ich die Quelle meines Glücks erſtiegen haben!
— Es ſchmerzt mich, daß ich in dieſem Punkte Euren Wünſchen entgegen ſein muß, theurer Vater! erwiederte Ot⸗ tokar. Nicht ſtörriſcher Eigenwille iſt's, der mich jede An⸗ nahme eines ſtädtiſchen Amtes ablehnen läßt, ſondern die feſte Ueberzeugung, das ich in kommenden ſtürmiſchen Zeiten — und glaubt mir, dieſe werden nicht ausbleiben, deß bin ich leider gewiß— daß ich in kommenden ſtürmiſchen Zei⸗ ten meinen Mitbürgern als einfacher Bürger nützlicher ſein werde, als wenn ich in irgend einem ſtädtiſchen Amte ſtehe. Ich bin nicht mehr der kecke, friſch unternehmende Ottokar Reinhold von früher; auch habe ich eingeſehen, daß zu einem Führer des Volkes mehr gehört, als guter Wille, um nicht mit ſeiner Sache an einer der tauſend Klippen zu ſcheitern, die unter der Oberfläche des öffentlichen Lebens in ſtürmi⸗ ſchen Zeiten verborgen ſind. Zwiſchen zwei einander wider⸗ ſprechenden Pflichten gedrängt, würde ich untergehen, ohne irgend Jemand dadurch nützen zu können. Bietet ſich mir durch Euer großmüthiges Geſchenk doch ein ſo reiches Feld dar, meinen Mitmenſchen nützlich zu ſein! Seht die Ein⸗ wohner dieſes Dorfes, die fortan meiner Fürſorge in ſo vie⸗ ler Beziehung anvertraut ſind— kann ich nicht auch für ſie meine geringen Kräfte aufwenden? Gewiß, ſo Gott mir beiſteht, denke ich in dieſem kleinen Kreiſe des Guten mehr zu thun, als ich es in dem größeren, in dem Ihr mich zu ſehen wünſcht, je auszurichten im Stande ſein würde!
— Wenn ich gleich die nächſte Zukunft der beiden Städte nicht in ſo truͤbem Lichte erblicke, wie Du, mein Sohn, ſo iſt es mir doch fern, länger mit Wünſchen in Dich zu drin⸗ gen, deren Erfüllung ſich nicht mit Deiner Ueberzeugung


