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im eſter eſſen
nder
ſicht fortan genießen ſollen. Wie eine Heilige wird ſie von dieſen Leuten verehrt!
— Eine ſolche iſt Helene in der That! ſprach Klara. Deiner Liebe, mein Ottokar entſagen zu können, ohne in bitterem Schmerz zu vergehen, ohne den Muth zum Leben zu verlieren: das kann allein nur eine von allem irdiſchen Verlangen reine Seele! O, nie werde ich mich zu ſolcher Höhe erheben können! Deine Klara, mein Geliebter, wird immerdar ein ſündiges Erdenkind bleiben, denn all mein Trachten und Fühlen geht nicht über das Irdiſche hinaus; wenn ich es auch der Welt entrücken wollte, es kehrt doch immer wieder zu ihr zurück, zu Dir, mein Ottokar, denn Du biſt meine Welt, in Dir, in Deiner Liebe lebe und athme ich!
Ottokar zog das holde, kindliche Weſen an ſein beſelig⸗ tes Herz und küßte Klara's engelreine Stirn.
— Und doch wollteſt Du einſt meiner Liebe entſagen um der Freundin willen, ſprach er lächelnd; Du ſelber for⸗ derteſt mich auf, von Dir zu laſſen.
— O, nicht Helenens, ſondern meinetwillen that ich dies, erwiederte Klara; mich und mein Glück einer Andern zu opfern, hätte ich nimmermehr vermocht, denn ich bin im Guten viel zu ſchwach und meine Seele hängt zu ſehr an irdiſchem Glück! Aber damals durfte ich ja nicht mehr hoffen, Dich, mein höchſtes Gluͤck, zu beſitzen; ich hatte ja die Gewißheit, lebend nimmer meinem Gefängniß entriſſen zu werden— und da war es nicht eben verdienſtlich, wenn ich weggab, was ich mir verſagt glaubte, zumal ich mir da⸗ durch die hohe Freude erkaufen wollte, Dich, meinen Otto⸗ kar, glücklich zu wiſſen! Und wie unendlich glücklicher machte mich Deine Weigerung! Ach, die Selbſtſucht beherrſchte mich auch damals noch!
— Du gutes, unſchuldsvolles Kind! ſprach Ottokar in inniger Bewegung. O, daß ich, als ich an Deinem ver⸗
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