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vom Saale aus gelangte, um von hier noch einmal die zu dem morgenden Feſte nothwendigen Zurüſtungen im Herren⸗ hof und Dorf zu überblicken, bevor er Diejenigen auſſuchte, denen Alles dies galt und die durch ſeine und ſeiner Haus⸗ frau Fürſorge unberührt blieben von all dem geſchäftigen Trubel um ſich herum.
In einer duftigen Laube des zu dem Herrenhofe gehö⸗ renden weitläuftigen Gartens, unfern eines kleinen See's, deſſen unbewegte Fläche den purpurnen und goldigen Glanz 6 der Abendſonne ſanft zurückſtrahlte, befanden ſich um dieſe Zeit die Glücklichen, die ganz Britz beneidete. Klara und Lisbeth in ſchweſterlicher Traulichkeit bei einander ſitzend, hörten aufmerkſam Ottokar zu, der einen Brief von Helenen vorlas; Bernhard, eben von einem Beſuche bei ſeiner im
1 Benediktinerinnen⸗Kloſter zu Spandow weilenden Schweſter 1 zurückgekehrt, war der Ueberbringer dieſes Briefes, deſſen
Inhalt den Leſenden wie die Zuhörenden mit theilnehmender Freude erfüllte. — Habe Dank, Bernhard, daß Du uns ſo frohe Bot⸗ VAW ſchaft gebracht! nahm Ottokar nach geendigtem Vorleſen das Wort. Möge Helenen das Glück, das ſie ſelber ſich in ih⸗ rem frommen Herzen bereitet, bis an's Ende ihres Lebens geleiten! II— Und nie entſprang ein Glück aus reinerer Quelle! 3 ſetze Bernhard hinzu. Was ihr demüthiger Sinn weder
ihre Lippen dem Bruder ſagen, noch ihre Hand niederſchrei⸗ 1 ben ließ, habe ich von der Oberin des Kloſters erfahren. Helene iſt glücklich, weil es ihr durch Lehre und Beiſpiel gelang, den größten Theil der zu Poſtamp gefangen gehal⸗ tenen Zigeuner dem zeitlichen und ewigen Verderben zu ent⸗
1 reißen und durch ihre Fürbitte das den Armen zugedachte traurige Loos ewiger Kerkerſchaft in nützliche, ihnen und An⸗ deren ſegenbringende Freiheit zu wandeln, die ſie in ſtiller, ländlicher Niederlaſſung unter weltlicher und geiſtlicher Auf⸗


