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zu Tage gekommen ſein, daß ſie ihm keine mildere Strafe ertheilen konnten.
Stroband athmete tief auf.
— Wir wollen für ihn beten, daß Gott auch ſeiner Seele gnädig ſei! ſagte er.
Nach kurzer Zeit hielt ein Reiter vor dem Hauſe an.
Es war der Diener, der Henning das Geleit gegeben und der jetzt mit der Nachricht zu ſeinem Herrn zuruͤckkehrte, daß ſein Sohn ungefährdet die Grenze des Polenlandes er⸗ reicht und Aufnahme im Kriegsgefolge des Woiwoden von Poſen gefunden habe, welcher an allen Orten ſeiner Provinz Leute zu dem bevorſtehenden Heereszuge gegen die Ungläu⸗ bigen ſammeln laſſe.
Stroband ſandte ein inbrünſtiges Gebet gen Himmel.
Nach drei Tagen trug man ihn unter dem ffeierlichen Geläute aller Glocken nach ſeiner letzten Ruheſtätte. Vor⸗ nehm und Gering, Alt und Jung ſchloß ſich dem Trauer⸗ zuge an.
Das Patrizierthum in ſeiner edelſten Bedeutung verlor in ihm den letzten würdigen Träger.
Der Name Stroband verſchwand aus der Geſchichte der beiden Städte.
18.
Es nahte heran, das ſchöne Feſt des Fruͤhlings, das Feſt der Luſt, der Freude und der grünen Maien; das herr⸗ liche Feſt der Pfingſten nahte heran.
Am Vorabende des Feſtes herrſchte zu Britz ein unge⸗ wöhnlich reges Treiben. In den Hütten des Dorfes ward von den Frauen emſig geſcheuert, gewaſchen und geputzt, als
gelte es, jedem Staubfäſerchen für immer den Garaus zu 21*


