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weſenden eintrat, brachen auch die Rathsherren ihre Unter⸗ redung ab und Heidicke wandte ſich zu dem Biſchof.
— Verzeiht, hochwuͤrdigſter Herr, daß ich im Namen des Raths dieſer beiden Städte Euch an Euer Verſprechen demüthig erinnere, nahm er in ehrerbietigem Tone, der aber deſſenungeachtet nicht ganz frei von einem gewiſſen Trotz war, das Wort. Als wir auf Euren Ruf ungeſäumt, wie ſich's für uns geziemt, in dem Palaſte Ew. biſchöflichen Gnaden erſchienen, wurde uns von Euch das Gebot, Euch hierher zu begleiten, indem Ihr zugleich verſprachet, die Be⸗ weggründe Eures Verlangens ſowie Weiteres noch uns an Ort und Stelle kund zu thun. Gehorſam ſind wir dem Befehle nachgekommen; doch ſchon gegen eine halbe Stunde harren wir vergebens auf Eure gnädiglich verheißene Auf⸗ klärung. Bedenket, hochwürdigſter Biſchof, daß unſere ganze Zeit dem Dienſte der beiden Städte gewidmet iſt und auch von ihm reichlich in Anſpruch genommen wird, und Ihr werdet keine Verletzung der unſerm geiſtlichen Oberhirten ſchuldigen Ehrfurcht darin finden, wenn wir Euch in ge⸗ ziemender Ehrfurcht um baldige Erklärung und Abfertigung bitten. Zudem müſſen wir ſammt und ſonders Ew. biſchöf⸗ lichen Gnaden bekennen, daß wir nicht vorbereitet waren auf die Scenen, die hier ſich uns darſtellten, und daß wir daher ſobald als möglich dieſen Ort verlaſſen möchten.
Dem Prälaten entging keineswegs der Hochmuth, wel⸗ chen die Worte des Sprechenden ausdrückten und der durch deſſen äußerliche Demuth nur ſchlecht verhüllt ward. Doch hatten ſich die Bürger, insbeſondere aber die Patrizier der beiden Städte, bisher dem Klerus ebenſo wenig wie dem Landesherrn unterwürfig gezeigt, als daß ihr heutiges Be⸗ nehmen unerwartet ſein konnte. In ruhigem Tone ward ihnen daher vom Biſchof Antwort.
— Gewiß ſchon längſt, Ihr Herren, erwiederte er, wäre Euch die erwünſchte Aufklärung von uns geworden,


