Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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Jetzt trat ein alter Franziskaner⸗Mönch an ihn heran, ergriff ſeinen Arm und führte ihn durch den Kreis der er⸗ ſtaunten Rathsherren und Geiſtlichen an das Ruhebett, wel⸗ ches ſich in dieſem Gemach befand. Hier war der Mönch bisher mit Klara und Peter beſchäftigt geweſen, ohne daß einer der Anweſenden, deren Aufmerkſamkeit allein auf Pi⸗ gnetti gerichtet geweſen, auf das, was hier vorging, ge⸗ achtet hätte.

Wenn Du denn der Theobald Rycke biſt, ſagte der Mönch, als er mit dieſem vor dem Ruhebette ſtand, ſo ſprich, was hatten dieſe Beiden mit Deiner Rache zu ſchaffen, die Du gegen Deinen Bruder ausübteſt? Willſt Du, Unhold, Angeſichts dieſer Opfer noch behaupten, daß nur die Rache Dich zu Deinen Frevelthaten trieb?

Betroffen und mit Entſetzen blickten die Rathsherren auf Klara und Peter, deren Leichen ſie wohl zu erkennen vermeinten. Der Gefragte aber nahm ſtolz das Wort.

Dieſer Burſche hier ſagte er, auf Peter deutend gehörte nicht in meinen Racheplan hinein; er büßt durch eigne Schuld nur ſeinen Vorwitz. Doch anders iſt's mit dieſem Mädchen; ſie war das Werkzeug zur Vollbringung meiner Rache, die ſich nicht auf die Perſon des Schuldigen allein, ſondern auf deſſen ganze Sippſchaft erſtreckte. Nicht mich allein, auch Martha und meine Kinder hatte ich zu rächen; wie dies geſchehen, werdet Ihr einſt inne werden!

Was aber that Dir der Verlobte dieſes armen Mädchens, daß Du ihm die Braut entriſſeſt? fragte der Mönch. Weißt Du, Theobald Rycke, gegen wen Du dabei wütheteſt weißt Du, wer der unglückliche junge Mann, der Ottokar Reinhold iſt?

Er iſt der Sohn des Verfluchten, über den eben Gericht gehalten! verſetzte Theobald. Sein eigener Vater mordet ihn; ſo wollte ich's!

Ja wohl, ſein eigener Vater mordet ihn! rief der