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Dieſe mit kaltem Hohne geſprochenen Worte, die von einem Teufel aus der Hölle zu kommen ſchienen, ließen jeden Mund verſtummen; nur Rycke ward von ſeiner Verzweif⸗ lungsangſt zum Reden getrieben.
— Ja, es iſt wahr, Du haſt Deinen Zweck bei mir erreicht, ſchwarzes Ungeheuer, ächzte er. Ich habe bereits das Leben gekoſtet, das Du eben meinteſt! Aber dennoch ſollſt Du nicht triumphiren; ich kann noch Manches gut machen und— doch nein, nein! Dich aber, Teufel, Dich werden meine Qualen verzehnfacht treffen, denn Du biſt dennoch der Urheber meiner ſpäteren Verbrechen— mein erſtes, an Theobald begangenes habe ich durch meine Sorge für Martha und durch Reue und Buße geſühnt! Ich werde Dich einſt anklagen und Du wirſt dann meine verlorene Seele zu verantworten haben, denn Du haſt kein Recht, über mich zu richten, wer Du auch immer ſei'ſt!
Wer von den Anweſenden Rycke's Charakter kannte oder zu kennen geglaubt hatte, mußte jetzt Mitleid und Erbarmen für ihn ffühlen, als der ſonſt ſo ſtarke und willenskräftige Geiſt des Mannes ſich krümmte und wand unter dem ge⸗ waltigen Drucke der plötzlich offenbarten Schuld, die er zu läugnen nicht einmal den Verſuch machte. Anders aber Pi⸗ gnetti; höher und drohender richtete er ſich auf vor Rycke, und ſeine Stimme erklang geiſterhaft durch den Raum, als er rief:
— Du meinſt, die Mahnen Deines ermordeten Bru⸗ ders geſühnt zu haben und ſprichſt mir das Recht ab, über Dich zu richten, Berend Rycke? Wiſſe denn, es iſt Theo⸗ bald ſelber, der vor Dir ſteht; der Geiſt der Rache hat ihn, den Ermordeten, geweckt, um mit Dir, dem Mörder, in's Gericht zu gehen! Und zweifelſt Du, ſo ſiehe dies Zeichen, Dir wohlbekannt aus früherer Zeit! Er entblößte dabei ſei⸗ nen linken Arm, auf dem ein Muttermaal zu ſehen war. Jetzt ſprich, ob ich ein Recht habe, Dich zu richten!


