Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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furchtbaren Sündenregiſter zuhörten, deſſen zermalmendes

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Thun zu kümmern. Und gehorſam bin ich dem Befehle nach⸗ gekommen.

Das Breve iſt falſch, wie Alles an dem Manne! entgegnete der Prälat. Der heilige Vater hat mit keinem Betrüger zu ſchaffen! Ihr ſelber hättet bei einiger Auf⸗ merkſamkeit bald dahinter kommen müſſen, daß dieſer Menſch kein Prieſter ſein kann, und großer Vorwurf trifft Euch alſo!

Er iſt kein Prieſter? Und Alles auch der Ab⸗ laßbrief iſt Trug? rief Rycke, dem kalter Todesſchweiß auf die bleiche Stirn trat. Wer iſt er denn?

Da trat Pignetti vor ihn hin.

Du frägſt, wer ich bin? rief er in einem Tone, der allen Anweſenden durch Mark und Bein drang. Wohlan, Du ſollſt es hören! Ich bin der Engel der Rache und der Vergeltung, der Gericht gehalten hat über Deine Thaten! Du haſt durch Deine Hinterliſt Martha's junges, der Liebe und dem Glücke geweihtes Daſein zertreten Du haſt Dei⸗ nen eigenen, leiblichen Bruder Theobald, der Dir nur Gutes erwieſen, um ſchnödem Gewinnes willen mit dem Fluche des Vaters belaſtet Du haſt ihm den Gijftbecher gereicht ſtatt der ſtärkenden Arznei Du haſt ſeine Kinder hinausgeſto⸗ ßen in's Elend und Dich mit ihrem Erbe bereichert Du haſt Brigitta verführt und ſie und Dein eigen Fleiſch und Blut hinausgejagt in Schmach und Schande Du haſt Verrath geübt gegen Dein Vaterland und gegen Deine Mit⸗ bürger Du haſt Deinen eigenen ehelichen Sohn und deſſen Genoſſen dem Hungertode preisgegeben, weil ſie Deine ſchwar⸗ zen Pläne durchkreuzten Du haſt die Mörderfauſt gedun⸗ gen gegen Dein und Brigitta's Kind, weil Du es für das Deines Bruders hielteſt Du wollteſt doch Tage noch würde ich brauchen, wollte ich alle die Frevel aufzählen, die Du, Verſluchter, verübteſt.

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Enntſetzen ergriff Alle und lähmte ihre Zungen, die dem