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42, dann machte er eine ſchnelle Bewegung nach der verſchloſ⸗ ſenen eiſernen Thür zu, welche in den Gang zu dem Kirchen⸗ gewölbe führte; doch ſchon in der Mitte des Gemachs hielt er ſeine Schritte an— über ſein Geſicht zuckte es unheim⸗ lich und wild.
— Was zögerſt Du, Unhold! ſprach Peter. Fürchteſt Dich wohl noch vor dem Halbtodten? Hätte ich doch nur noch— ein Fünkchen Kraft in meinen Gliedern! Aber ſie hat nur— ſo lange gereicht— wie zu ihrem Schutze nö⸗ thig war. Gegen den Tod vermag ich nichts.
Pignetti ſtand regungslos, eine Bildſäule gleich, noch immer auf derſelben Stelle.
— Alle Wetter— hier iſt der Fußboden zu Ende! rief eine tiefe Stimme von der Deckenöffnung her. Wo geht's nun weiter, Herr Prior? Doch halt— hier unter mir iſt Licht— das muß ein Gewölbe ſein— aber für einen Sprung iſt's mir doch ein wenig zu tief! 4
— Es muß eine Leiter vorhanden ſein! hörte man die zitternde Stimme des Priors antworten.
— Ja, ich ſehe die Leiter, tönte es zuruͤck; aber ſie liegt unten im Gewölbe. Horch, da kommen ſie jetzt auch von der andern Seite!
Schlag auf Schlag fiel auf die Eiſenthür, wie damals, als Peter durch dieſelbe eindrang. Krachend flog ſie auf. Ich nächſten Augenblicke war das Gemach angefüllt von Bewaffneten, Fackelträgern, Geiſtlichen und Rathsherren. Der Biſchof von Brandenburg ſelber war's, der den Be⸗ waffneten befahl, ſich Pignetti's zu bemächtigen.
— Wer nich anrührt, iſt des Todes! rief dieſer mit geiſterhafter Stimme, indem er den auf ihn Eindringenden etwas entgegenhielt, das wie ein Zauberſtab geformt war. Ihr habt's mit einem Höheren zu thun!
— Fürchtet Euch nicht! ertönte eine fremdartig klingende Stimme. Er iſt ein Menſch, wie Ihr!


