. daß ich Dich freigeben werde, ſobald Du Dich gefügig zeigſt; wagſt Du es aber, mir, auch ferner zu trotzen, ſo wirſt Du Deinen Ungehorſam ſchmerzlich bereuen. Entſcheide Dich hurtig.
Klara ſchwieg. Noch einmal, aber haſtiger und in dro⸗ henden Ausdrücken wiederholte Pignetti ſeine Aufforderung.
— Kannſt Du Scheuſal denn nicht einmal Dein Opfer ruhig ſterben laſſen? rief ihm Peter zu. Willſt Du auch des armen Kindes letzte Athemzüge noch für Dein Höllen⸗ werk benutzen?
— Sie ſtirbt? Nein, nein, ſie darf nicht ſterben, bevor ſie mein Verlangen erfüllt hat! ließ ſich Pignetti hören. So ſei es denn— ſie hat es ſo gewollt! Ich habe keine Zeit mehr mit Worten zu verlieren!
Eilig ſchickte er ſich an, die Leiter in das Gemach hin⸗
abzulaſſen. — So iſt's recht, komm nur herunter! frohlockte Peter, deſſen Zorn und Verwegenheit ihn ſeine Schwäche vergeſſen ließ. Daß Du nicht wieder von dannen gehen wirſt, deß ſei gewiß!
— Ha, Burſche, wenn Du es denn ſo haben willſt, ſo nimm hin!
Ein Feuerſtrahl blitzte auf, ein donnerndes Krachen folgte hinterdrein und eine dichte Dampfwolke erfüllte das Gemach. Ein Ruf des Schreckens drang über Klara's Lippen.
— Aengſtigt Cuch nicht, Jungfer, ich bin unverſehrt! beruhigte ſie Peter. Von da oben herunter läßt ſich's ſchlechter treffen, als damals in dem geraden und engen Gange.
— Aber endlich würdet Ihr ſeinem Geſchoß doch er⸗ liegen, da Ihr in dieſem Raume nicht ausweichen könnt! verſetzte Klara.
Sie erhob ſich bei dieſen Worten entſchloſſen vom Lager und trat mit Aufbietung ihrer letzten Kräfte vor Peter hin,


