Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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gedenken bringt ihm dieſen Ring doch nein, dies Zeichen ſeiner Liebe und Treue laßt mich mit in die Gruft nehmen, auch noch im Tode möchte ich von ihm nicht getrennt ſein; er wird auch ohne ein ſichtbares Erinnerungszeichen ſeines todten Mädchens nicht vergeſſen!

Eurer vergeſſen wird er nie, das weiß ich! ſchluchzte Peter.

Meinen theuren Pflegeeltern, ſowie Lisbeth, meiner ſchweſterlichen Freundin, und Allen, die in Liebe meiner ſich erinnern, bringt meine Grüße dar, fuhr Klara mit ſchwächer werdender Stimme fort. Euch aber, wackerer Mann, Euch möge der Himmel lohnen hier und dort, was Ihr an mir gethan; ſagt meinem Ottokar, daß Ihr mein Beſchützer waret gegen des Welſchen rohe Gewalt, damit er Eurer aufopfern⸗ den Freundestreue ſtets eingedenk ſei. Und auch für Bri⸗ gitta, die trotz ihres Gebreſtes treulich für mich ſorgte und redlich that, was ihr Pignetti zu thun gebot zur Linderung des Schmerzes, den meine Wunde mir verurſachte auch für ſie ſprecht ein Wort bei meinem Ottokar.

In dieſem Augenblick erhob ſich Brigitta vom Teppich, blickte ſcheu nach der in der Decke angebrachten Oeffnung und flüchtete ſich nach der entgegengeſetzten Seite des Ge⸗ machs hin. Dies aber war ein ſicheres Zeichen, daß Pi⸗ gnetti kam.

Klara ſchloß die Augen und barg ihr Antlitz in die Kiſſen des Ruhebettes; Peter raffte all ſeine Kraft zuſammen und trat vor Klara hin, entſchloſſen, ſie auch heute gegen des Welſchen Gewalt zu ſchützen.

Die Klappe vor der Oeffnung fiel herab; der untere Theil von Pignetti's Geſtalt ward ſichtbar und man hörte ſeine Stimme.

Klara, ich frage Dich zum letzten Mal, ob Du Dich endlich meinem Willen beugen willſt! rief er. Ich ſchwöre Dir bei meinem Leben, daß ich nichts Böſes vorhabe und