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fiel Peter ihr in's Wort. Daraus wird wohl nichts wer⸗ den; im Gegentheil bin ich des Glaubens, daß er mir nach Eurem Tode keine Nahrung mehr herunterlaſſen wird, was er bisher nur Euretwillen that. Kann's ihm ſo eigentlich nicht verdenken; denn ich habe ihm ja mehr als einmal ge⸗ ſagt, daß ich ihm den Hals umdrehen werde, ſobald ich an ihn kommen kann— und in dieſem Stücke kennt er mich bereits!
— Verhüte Gott, daß Eure Befürchtung eintrifft! ſprach Klara erſchrocken. Nein, ſo entſetzlich grauſam wird Pignetti nicht handeln; er wird Euch vielleicht einen Eid ablegen laſſen, daß Ihr ſchweigt, bis er die beiden Städte verlaſſen hat, wovon er jüngſt ſprach. Höchſtens aber nur bis zu dieſem Zeitpunkte wird er Euch hier zurückhalten.
— Na, darum wollen wir uns jetzt noch nicht grämen! verſetzte Peter. Wie's kommen ſoll, ſo kommt's, und wenn wir uns auch noch ſo ſehr ängſtigen und den Kopf zerbrechen. D'rum fahrt nur fort, liebe Jungfer, und ſagt mir Alles, was Ihr mir aufzutragen habt; werde es getreulich erfüllen, wenn's angeht!
— Wenn Ihr nun frei ſeid und kein Eid mehr Eure Zunge bindet, ſo mögt Ihr meinem Ottokar berichten, daß die Beweiſe ſeiner unverbrüchlichen Liebe und Treue, ſo mir im Grabgewölbe von ihm geworden, mir die letzten Stunden meines kurzen Daſeins verſchönten, daß ich darüber vieles Leid vergaß; ſagt ihm, daß auch ich ihm gleiche Liebe, gleiche Treue bewahrt hätte, wäre mein Geſchick ein anderes ge⸗ weſen; ſagt ihm, daß ich ſterbend ihn geſegnet habe. Er hat ein edles, großmüthiges Herz, das gern zum Verzeihen geneigt iſt; doch könnte es ſein, daß diesmal ihn der Schmerz um mich zur Rache antreibt gegen meinen Mörder. Werdet Ihr ſolches inne, o, ſo beſchwört ihn in meinem Namen, daß er dem Welſchen verzeihe, wie ich es that; ich bin gewiß, er wird alsdann auf Eure Stimme hören! Dann zum An⸗


