Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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man mich wieder mit dem Sterbegewand anthue, auf das die Thränen meiner Lieben ſo reichlich herniedergefloſſen ſind! Brigitta wird wiſſen, wo es zu finden iſt.

Ach, liebe Jungfer, ſprecht doch nicht davon, als ob's ſchon ſo ganz gewiß wäre! ſagte Peter ſchluchzend. Das Herz im Leibe dreht ſich mir herum. Man hat ſich ja ſchon ſo manchmal geirrt mit dem Sterben, wie's ja auch bei Euch vorgekommen iſt und Ihr ſelber habt mir ja erzählt, daß Ihr geſehen, wie Eures Lebens Ende noch ſo fern iſt: alſo wird's auch diesmal nichts mit dem Tode ſein. Und der alte Herrgott lebt ja auch noch, der wird ſchon zu rechter Zeit dazwiſchen kommen!

Ich fühle es, daß die Stunde meiner Erlöſung nahe iſt, erwiederte Klara. Ihr ſolltet Euch darob freuen, wie ich es thue!

Da ſoll man ſich wohl freuen, wenn man ſieht, wie ein ſo liebes, gutes Kind, wie Ihr ſeid, umkommen muß, verſetzte Peter, und noch dazu, wenn man weiß, daß es in den beiden Städten Einen giebt, der Euch ſo glück⸗ lich machen würde, wenn Ihr am Leben bliebet! Ach, wenn es mein armer, guter Herr wüßte! Aber ich bitte Euch, ſprecht nicht ſo viel; als Herr Reinhold dem Tode nahe war, da verbot ihm der heilkundige Mönch das Reden und er iſt wirklich geſund worden.

Doch wahrlich nicht vom Schweigen allein! unter⸗ brach ihn Klara matt lächelnd. Wenn ich aber nicht ſpre⸗ chen ſoll, ſo könnt Ihr ja nicht ausrichten, was ich von Euch noch Alles wünſche, und es iſt gewiß nicht Eure Ab⸗ ſicht, Euch meinen Bitten zu entziehen!

Daran habe ich nicht gedacht! verſicherte Peter.

So redet denn in Gottes Namen!

Hoffentlich wird mein Tod Euch auch befreien! fuhr Klara fort: denn Pignetti

Wird mich alsdann frei ausgehen laſſen, meint Ihr?