Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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ſeiner Unterweiſung und ihrer ſollſt auch Du theilhaftig werden. Ich reiſe heute ab; Du aber bleibſt zurück bei mei⸗ nen Büuchern und verwahrſt ſie mir; daß Du's getreulich thun wirſt, traue ich Dir zu. Iſt Dir nach Ablauf zweier Jahre aber keine Kunde von mir zußkonnen ſo magſt Du Dich als den Herrn anſehen Alles deſſen, was ich beſitze. Mache gute Anwendung von dieſen Schätzen, ſo wirſt Du immer glücklich ſein. Jetzt lebe wohl!

Er ging. Da ich jetzt allein war, ſo trat lebendiger als ſonſt der Gedanke an mein Rachegelübde vor meine Seele; immer klarer ward es mir, was meines Bruders Tücke mir geraubt, denn wäre mein Herz nicht ausgebrannt geweſen und abgeſtumpft für jede wahre Freude, die Wiſſen⸗ ſchaften hätten mir die Erde zum Paradies gemacht! Mit meinem Plane war ich jetzt fertig; ich wartete nur auf Pignett's Rückkehr, um alsdann mein Rachewerk zu be⸗ ginnen.

Wie aber, wenn der, dem meine Rache galt, mir in⸗ zwiſchen durch den Tod entzogen ward?! Dieſe Befürch⸗ tung, an die ich früher nie gedacht, fiel plötzlich mit zer⸗ malmendem Gewicht auf meine Seele und ließ mir keine Ruhe.

Nur wenig Wochen fehlten noch an dem von Pignetti feſtgeſetzten Zeitraum und keine Kunde war mir von ihm geworden. Lebte er noch, ſo hätte er ſicherlich Mittel und Wege gefunden, mir Nachricht von ſich zu geben; und un⸗ nütz war daher ein längeres Zaudern. Ich nahm, was mir mein Lehrer hinterlaſſen, und brach nach Deutſchland auf, wo ich ſeinen berühmten Namen mir beilegte, und dies mit Recht!

Nach eiliger Reiſe langte ich hier wieder an. Bald hatte ich mit Hülfe meiner Wiſſenſchaft den Ort gefunden, der ſich am beſten für meine Abſichten eignete, und vol⸗

ler Ehrfurcht nahm man in dieſem Kloſter den Doktor 3*¾