Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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NNNNNNE

Du haſt viel gelitten, ſagte er zu mir, und Vieles wirſt Du noch zu leiden haben, wenn Du fortwandelſt auf der Bahn, die Du betreten. Darum wende um, mein Sohn; willſt Du Dich mir anvertrauen, ſo hoffe ich, Dich noch zum Glücke zu führen, indem ich Dich einweihe in die Wiſ⸗ ſenſchaften, die Dir ohnehin nicht ganz fremd ſind. Wiſſen führt zur Weisheit, und Weisheit zum Glücke, indem ſie uns die wahren Freuden der Welt kennen und genießen, die falſchen hingegen verachten und meiden lehrt.

Der gute Mann wußte nicht, daß ich nur in der Rache mein Glück finden konnte; dennoch aber nahm ich ſein An⸗ erbieten an und ward ſein Schüler.

Jetzt entfaltete der gelehrte Mann des Wiſſens Schätze vor meinem erſtaunten Blick; er hatte ſie geſammelt auf wei⸗ ten Reiſen in Indien, Arabien und Aegypten. Täglich ſah ich Neues, Größeres in dieſem Reiche, und mit glühendem Eifer gab ich mich dem Studiren hin. Alles konnte ich da⸗ bei vergeſſen, nur meine Rache nicht; an ſie zu denken und zu ihrer Ausführung Pläne zu erſinnen, das war die ein⸗ zige Erholung, die ich mir gönnte andere verlangte ich auch nicht.

Der Meiſter war mit meinem Fleiße wohl zufrieden, und ſchenkte mir ſein ganz Vertrauen. So trieben wir es wohl zehn Jahre lang.

Eines Morgens ſahe ich ihn, angethan mit Reiſekleidern, in mein Gemach eintreten.

Höre, Theobaldo, ſagte er zu mir, Du haſt die Stufe in dem Reiche der Wiſſeenſchaft erſtiegen, auf der ich ſelber ſtehe; weiter Dich zu führen, vermag ich daher für jetzt nicht, doch denke ich es ſpäter noch zu thun. Ich habe von einem viel berühmten Mann gehört, der in Afrika un⸗ ter den Mauren wohnt und der des Wiſſens Gipfel faſt erſtiegen haben ſoll. Zu dieſem will ich hin, um noch von ihm zu lernen; ich denke reiche Schätze mitzubringen aus

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