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derholte noch einmal, was er ſchon im erſten Verhör über ſein vergangenes Leben geſprochen, und ſchloß damit, daß er vor Gott und Menſchen ſeine Unſchuld an den ihm zur Laſt gelegten Verbrechen feierlich betheuerte, und verſicherte, daß er auch bis zum letzten Augenblicke ſeine Schuldloſigkeit be⸗ haupten werde.
— So würdet Ihr uns einer Ungerechtigkeit zu zeihen wagen, wenn unſer Urtheilsſpruch gegen Euch ausfällt? rief Heydicke.
— Dem iſt nicht ſo! entgegnete Ottokar. Ihr, meine Richter, ſeid gleich mir ſchwache und ſterbliche Menſchen und nicht mit höheren Kräften begabt, als Gott der Menſchheit im Allgemeinen verliehen. Höherer als menſchlicher Kraft und Einſicht aber würde es bedürfen, die dunklen Räthſel zu löſen, an die mein Geſchick geknüpft iſt. Niemand noch hat das Triebwerk des unſichtbar waltenden Verhängniſſes zu durchſchauen vermocht und ich darf es auch von Euch nicht verlangen; nur fühlen und empfinden können wir dies unſichtbare Walten und müſſen uns in Demuth beugen, denn ſein Urheber iſt Gott! Darum, ſo laut ich hier vor Euch meine Unſchuld betheure— ſo offen bekenne ich, daß ich an Eurer Statt nicht anders richten würde und könnte! Fern iſt es mir daher, Euch den Vorwurf der Ungerechtigkeit zu machen.
— Wohlan, ſprach Heydicke, dem viel daran gelegen war, wenigſtens etwas, einem Geſtändniſſe Aehnliches von Ottokar zu erlangen; wohlan, wir ſind mit dieſem Bekennt⸗ niſſe zufrieden, und ich denke, daß es Jedermann genügen wird, der es vernommen! Es mag Euch allzu ſchwer an⸗ kommen, ein offenes Geſtändniß abzulegen, da Ihr bisher als ein Muſterbild der Tugend angeſehen wurdet, und wir nehmen billige Rückſicht darauf. Ihr aber, meine Genoſſen, Rathsherren und verordnete Schöffen beim Gericht der bei⸗ den Städte, laſſet uns jetzt zuſammentreten zu einmüthigem
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