Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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denn dort droben ſoll es ja keine andere Rache geben, als deſſen, der da ſpricht: die Rache iſt mein, ich will ver⸗ gelten!

Das Mädchen aber konnte vor Thränen nicht ſprechen; ihr herber Schmerz um den Verlobten ſchnitt Vielen durch die Seele, daß ſie tief ergriffen waren davon, wie man deutlich gewahren konnte. Wie gern hätte Ottokar ſie zu tröſten verſucht und ſie an ſeine Schweſter Lisbeth verwieſen, hätte er nicht gefürchtet, daß ſeine Annäherung diejenige erſchau⸗ dern laſſen und ihren Schmerz nichtsdeſtoweniger vermehren würde, für deren zukünftiges Glück er eifrig beſorgt geweſen und für welches er wenigſtens etwas gethan zu haben ſich ſagen durfte!.

Noch waren die Boten zu verhören, welche zum Auf⸗ ſuchen des Verſchwundenen auf Ottokars Erſuchen von Rycke noch an jenem Tage ausgeſandt wurden, an welchem Peter zuerſt vermißt ward welche Ausſendung übrigens Rycke's letzte Amtshandlung als Bürgermeiſter geweſen war.

Die Boten beeideten, trotz alles Suchens, Fragens und Nachforſchens an demſelben ſowohl, wie auch noch am fol⸗ genden Tage, nicht die geringſte Spur von dem Vermißten

gefunden zu haben, obwohl ſie ihre Nachforſchungen auf

alle Dörfer ringsum und ſelbſt bis auf die Herbergen der nächſten Städte ausgedehnt und keine Begegnenden unbe⸗ fragt gelaſſen hätten.

Freilich, meinte Einer von ihnen, hätten wir unſere Nachforſchungen unter der Erde, ſtatt auf derſelben anſtel⸗ len können, ſo würden wir den Geſuchten ſicherlich gefun⸗ den haben, wenn dieſer dann auch nicht mehr hätte ſagen können, durch wen er begraben worden!

Den Schluß des Zeugenverhörs bildete der Bericht des Amtsſchreibers über ſeine Sendung nach Prag. Mit größ⸗ ter Umſtändlichkeit berichtete er Alles, was ihm auf ſeiner Reiſe begegnet war, wie und wo er den vermeintlichen Mönch