Teil eines Werkes 
4. Bd. (1858)
Entstehung
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herzuſpringen und ihn zu der Bank führen, von der er ſich im Eifer ſeiner Erzählung entfernt hatte.

Es ſteht Euch frei, Euch von hier fortbringen zu laſſen, Herr Reinhold, wenn die Aufregung, in die Euch der Anblick des Angeklagten und das Zuhören dieſer Ver⸗ handlung nothwendig verſetzen muß, Euer Siechthum ver⸗ mehrt, ſprach Heydicke zu Oſiris. Euer Zeugniß war ſo klar und deutlich, daß wir keiner ferneren Auskunft von Euch bedürfen werden.

Oſiris gab zu verſtehen, daß er bleiben wolle.

Es kamen nun die Stadtſöldner an die Reihe des Zeug⸗ nißablegens. Sie ſagten aus, daß ſie kurz vor dem Auf⸗ finden des Verwundeten die Thür zu Ottokars Hauſe ver⸗ ſchließen hörten und daß der Verwundete ferner auf ihre Frage nach dem Mörder auf eben dieſelbe Hausthür gezeigt, bis zu welcher auch friſche Blutſpuren geführt hätten.

Dazu kam noch das Zeugniß etlicher Bürger, welche bei der Verhaftung des Angeklagten zugegen waren und ſo⸗ wohl ſein verſtörtes Weſen, wie auch die Blutflecke an ſei⸗ nen Kleidern wahrgenommen hatten.

Sodann ward Meiſter Trennert mit ſeiner Tochter ver⸗ nommen. Sie mußten bekunden, daß Ottokar ſchon an dem Tage, wo ſie Peters Verſchwinden erfahren, ſehr verſtört ausgeſehen und ſie mit eitlen Hoffnungen und Tröſtungen zu beruhigen geſucht habe. Auch wiederholten ſie die Ver⸗ ſicherung, daß Peter des Schreibens nicht kundig geweſen, alſo auch keinen Brief für ſeinen Herrn hinterlaſſen haben könne, von welchem ihnen Ottokar auch nichts geſagt, ob⸗ gleich er ſie dadurch am leichteſten beruhigt haben würde. Dies Alles ſprachen ſie unter Schluchzen und Thränen; und als man ſie fragte, ob ſie demnach den Angeklagten für ſchuldig hielten, ſprach Trennert in gebrochenem Tone:

Ich mag keine Anklage gegen den erheben, welchem der arme, wackere Burſche vielleicht ſchon verziehen hat,

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