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ſind, als wir! Zudem iſt Herr Friedrich voll echten ritter⸗ lichen Sinnes und von hoher Gerechtigkeit; vor ihm gilt der Knecht dem Erſten im Lande gleich, wenn es ſich um's Recht handelt; auch ſind wir ihm und ſeinem Vater vielen Dank ſchuldig, daß er uns die Stellmeiſer und alles andere Raub⸗ geſindel vom Halſe geſchafft! So ſprechen die Leute jetzt, wenn von dergleichen Dingen die Rede iſt. Da ſieht man deutlich, daß die Patrizier nur wenig Anhänger haben.
— Auch Mancher, der es mit den Patriziern und dem Rathe gehalten hat, weil er glaubte, daß dieſe es dennoch mit den beiden Städten wohl meinen, ſchüttelt jetzt bedenk⸗ lich den Kopf, da es heißt, daß Herr Stroband, der Stadt— hauptmann, ſein Amt niederlegen und ganz ausſcheiden will aus dem Rathe. Daß es ſeines vorgerückten Alters wegen geſchieht, glaubt Niemand, denn Herr Stroband iſt heute noch ſo rüſtig, wie er es vor Monden war, und ihm liegt die Wohlfahrt der beiden Städte zu ſehr am Herzen, als daß er in ſo ruhigen Zeiten ihnen ſeinen Arm entziehen ſollte, ſelbſt wenn ihm der Dienſt beſchwerlich wäre. Alle wiſſen aber, daß der Stadthauptmann ein gerechter Mann iſt, der nie Fünfe gerade ſein läßt und ſich nie zu etwas Unrechtem herbeiläßt; darum meinen denn Viele jetzt, daß wohl nicht Alles ganz richtig ſein mag im Rathe und daß Stroband es nur verſchweigt, um ſeine Partei nicht bloßzu⸗ ſtellen, der er in der Ueberzeugung angehört, daß das Wohl oder Wehe der beiden Städte die Begütertſten am meiſten betrifft, und dieſe daher ſchon um ihrer ſelbſt willen das beſte Regiment führen werden. Man munkelt gar Vielerlei über die Urſachen ſeines Austritts— doch was kümmert's uns; wir ſtehen im Dienſte des hochedlen Rathes und ha⸗ ben nicht uͤber ihn zu richten!
— Aber unſer Sold fließt aus den Seckeln der Bür⸗ ger; das duͤrfen wir nicht vergeſſen! Wenn ſich das Blatt einmal wendet, ſo ſind's die Patrizier ſicherlich nicht, die uns


