Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Gewiß hatte er ſich deſſen entledigt, um ſich leichter herausarbeiten zu können, bemerkte der Vorige. Aber wäh⸗ rend dieſes am Brückenpfeiler ſitzen blieb, riß ihn die Strö⸗ mung mit ſich fort.

In Spandow werden ſie ihn ſchon auffiſchen, ver⸗ ſetzte der Führer. Da wir hier aber doch nichts weiter an den Tag bringen können, ſo iſt's am beſten, wenn wir uns alſobald auf den Rückweg machen. Mag der hochwuͤrdige Convent dann zuſehen, wie er den verruchten Mörder des geiſtlichen Bruders auswittert. Uns bleibt nur übrig, das gerettete Ordenskleid unſerer Obrigkeit abzuliefern. Kommt!

Einer von der Schaarwacht nahm das triefende Mönchs⸗ gewand über den Arm; dann ging's nach dem Rathhauſe.

Wunderbare und erſchreckliche Dinge haben ſich in dieſen Tagen zugetragen, wie man deren kaum in den Zei⸗ ten gewöhnt geweſen, wo die Quitzows und die andern Her⸗ ren von Adel die Seckel der beiden Städte brandſchatzten! ſo ſprachen die Stadtſöldner unterwegs miteinander. Und die Geſchichte mit dem vormaligen Syndikus! Wer hätte dem Reinhold je dergleichen zugetraut?

Ob er denn wirklich ſchuldig iſt?

Gegiß iſt er's; ſtimmen doch alle Beweiſe überein, daß gar kein Zweifel wehr ſein kann! War früher ein ſo wackerer junger Mann, wie nur irgend Einer, und muß ſich ſo vom Gottſeibeiuns verblenden laſſen! Aber das lei⸗ dige Geld was thut das nicht Alles!

Morgen in der Frühe ſoll ihm das Urtheil geſpro⸗ chen werden und danach alſogleich die Hinrichtung ſtattfinden.

Es iſt aber doch zu merken, daß er früher mit im Rathe geſeſſen, da man mit ihm ſo viele Ausnahmen macht.

Ja, es iſt wahr, die Hinrichtung ſoll nicht auf gewöhnlichem Richtplatze, ſondern im Gefängniß, aber vor Zeugen, vor ſich gehen, wie man hört. Wenn ſie's nur mit allen Verurtheilten ſo machen wolltent!, Mir wenigſtens