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Während er auf dem Platze umherleuchtete, liefen die beiden andern Stadtſöldner den Flüchtigen nach, dem Schalle ihrer Tritte folgend, der ſie nach der Georgenſtraße und der Langen Brücke zu führte. Als ſie in jene Straße einbogen, hörten ſie bei der Brücke einen ſchweren Körper in den Fluß fallen, deſſen Waſſer geräuſchvoll und hoch aufſpritzte; auch konnten ſie aus dem Schall der Fußtritte auf den Bohlen der hölzernen Brücke mit Sicherheit entnehmen, daß nur noch Einer die Flucht fortſetzte und nach Kölln hinüberlief; der Andere mußte in den Fluß geſtürzt ſein.
An der Brücke ſtanden die Stadtſöldner ſtill; jenſeits derſelben war vom Ufer bis zum Kloſter der Schwarzen Brüder und ihrem Kirchplatz hinüber, und zur Rechten bis zur Köllniſchen Stadtmauer, ein großer, theils ſandiger, theils moraſtiger Platz, der mit den hier aufgefahrenen Schutt⸗ haufen in der finſtern Nacht viele Schlupfwinkel darbot und auf deſſen weichem Grunde die Fußtritte des Fliehenden nicht zu hören waren, daher ſie hier die weitere Verfolgung als nutzlos aufgaben und am Ufer auf und ab gingen, laut fra⸗ gend, ob Jemand verunglückt ſei und ihrer Hülfe bedürfe. Aber ſie hörten in der damals öden abgelegenen Gegend außer ihren eigenen Stimmen nur das Klappern der ſtäd⸗ tiſchen Mühlen und das Brauſen des Fluſſes.
Des Suchens müde, wollten ſie den Rückweg antreten, als ihr Führer mit der Leuchte erſchien; auch er hatte weder einen Leichnam, noch einen Verwundeten auf der Stelle gefun⸗ den, wo dem Schall nach ein Kampf ſtattgefunden haben mußte.
— Das iſt doch ſeltſam! ſagte er, als er den Bericht ſeiner Gefährten angehört hatte. Einer will den Andern morden, und wie wir dieſem zu Hülfe kommen, läuft er ſammt dem Mörder davon und ſchlägt denſelben Weg mit ihm ein! Das geht nicht mit rechten Dingen zu!
— Es müſſen juſt zwei geweſen ſein, die ihre Sache ganz allein unter ſich ausfechten wollten, wie's die Ritter


