Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Wie immer; die Hälfte jetzt, und den Reſt zu der Stunde, wo Du mir das Verlangte bringſt! verſetzte Rycke.

Und Ihr meint, daß ich's nicht mit Meiſter Hanſen zu thun kriege, im Falle es ſchief gehen ſollte?

Die Sache iſt zumal für Dich zu leicht, als daß Du dabei verunglücken könnteſt, entgegnete Rycke. Sollte Dir aber wirklich etwas begegnen, ſo werde ich ſchon Sorge tragen, daß Dir nicht allzu hart mitgeſpielt wird.

So mag's d'rum ſein! ſagte Jener. Aber zur ſpäten Abend- oder Nachtzeit komme ich nicht wieder in dies Haus!

Du biſt kindiſch! lächelte Rycke, indem er fünfund⸗ zwanzig Goldſtücke aufzuzählen begann. Wenn Du Dich ſo furchtſam zeigſt, werde ich Dir nichts wieder auftragen können.

Nachdem er dem Handelsmann nochmals eingeſchärft, wie er ſich zu benehmen habe, auch ihn an das Mitbringen der Schrift erinnert hatte, die er dem Hauswärtel abgenom⸗ men, rief er Ehrig.

Laß den Mann zum Hauſe hinaus und verwahre dann wieder ſorglich die Thür, ſagte er zu dieſem. Danach magſt Du mir den Nachttrunk bringen.

Der Spuk mit dem Bernhard kann nur Täuſchung geweſen ſein! ſprach er vor ſich hin, als Ehrig mit dem Handelsmann das Gemach verlaſſen. Vielleicht aber hat ſich der habgierige Hallunke nur verſtellt, um mir einen hö⸗ heren Lohn abzupreſſen! Ja, ſo wird's ſein, ganz gewiß! Gut iſt's nur, daß ich ihn ferner nicht mehr brauche!

Habe während der letzten Zeit verdammt tief in den Seckel greifen müſſen! Aber es ſtand auch Viel oder viel⸗ mehr Alles auf dem Spiele! Vor dem Ottokar brauchte ich mich zwar nicht zu fürchten und weniger noch vor ſeiner Schweſter, wenn ſich dieſer nicht mein alter Widerſacher ſo rege angenommen hätte. Der Boytin iſt ein ſchlauer Fuchs; er thut nichts, ohne daß mehr dahinterſteckt, als es auf den erſten Augenblick den Anſchein hat, und wer weiß, ob er