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ſchlichen und belauſche uns. Solches ihm zu verleiden, ſtürzte ich hinaus und ſah deutlich, wie etwas, das Eures Sohnes Geſicht und Geſtalt hatte, im Schatten des langen Ganges verſchwand, ohne daß ich auch nur das leiſeſte Ge— räuſch von Tritten vernahm. Was ich geſehen, habe ich wirklich geſehen! Sein Geſicht war geſpenſterbleich, ſeine Augen funkelten wie glühende Kohlen!
Rycke ließ eine Glocke erſchallen.
Wenn Deine Augen nicht durch die Furcht getäuſcht worden ſind, ſo kann's nur ein Fremder geweſen ſein, der uns durch ſolche Vermummung berücken wollte, ſagte er. Da kommt Ehrig ſchon— wir werden's gleich wiſſen.
Er öffnete die Thür und fragte den aus dem untern Stockwerk heraufkommenden alten Diener, ob Einer zum Hauſe hineingekommen während dieſer Zeit, wo er mit dem Fremden ſich unterredet, oder eben hinausgegangen ſei. Ehrig ſtellte Beides beſtimmt in Abrede. Man ſufchte auf dem Gange nach; alle Thüren, die auf denſelben führten, waren verſchloſſen; auch überzeugte man ſich, daß ſowohl die vom Hausflur nach der Gaſſe, als auch die auf den Hof hin⸗ ausgehende Thür feſt verriegelt und verſchloſſen waren.— Rycke gebot dem Diener, ſorgfältig Acht zu geben, und ging mit dem Handelsmann wieder hinauf auf ſein Gemach.
— Du ſiehſt alſo, daß Du Dich getäuſcht! ſagte er hier wieder zu dieſem. Du ſchwatzteſt vorhin von Kirchen⸗ raub, vom Rade und von glühenden Zangen; da hat die Furcht Dein Gehirn und Deine Augen geblendet— weiter war's nichts. Laß uns daher zu Ende kommen mit unſerm Geſchäft. Du fragteſt, was Dir der Weg nach dem nahen Rycksdorf einbringt. Wenn ich Dir nun antworte; fünfzig Goldgülden— was meinſt Du dazu?
Als der Handelsmann die bedeutende Summe ausſpre⸗ chen hörte, verſchwanden bei ihm alle Bedenken.
— Das läßt ſich allerdings hören! Und Ihr zahlt— 7


