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Euer Sohn, der Bernhard, auf einer Reiſe um's Leben ge⸗ kommen?
— Freilich iſt's wahr; ich wollt's nur noch nicht ſtadt⸗ kundig machen, weil die Umſtände ſeines Todes ſeltſamer Art ſind und ich den Klatſchmäulern nicht Stoff zu ihrem Gewäſch geben wollte, bis ich die Sache aufgeklärt. Aber was hat das mit meiner Frage zu thun?
— Ich habe ihn eben geſehen.
— Den Bernhard?
Der Handelsmann machte ein bejahendes Zeichen.
— Das iſt unmöglich! Ich weiß ganz ſicher, daß er todt iſt; es hat mir's Einer geſagt, der ſich nie irrt.
— So war's ſein Geiſt— und das iſt viel ſchlimmer! verſetzte der Handelsmann ſchaudernd.
— Narr, was todt iſt, bleibt todt! ſagte Rycke, obgleich ihm ſelber ganz unheimlich zu Muthe war.
— Ich erkannte ihn zu deutlich, obgleich er ein Mönchs⸗ gewand trug! behauptete Jener.
— Deine Geſpenſterfurcht hat Dich genarrt! rief Rycke mit erzwungenem Lachen. Wenn's wirklich ein Geiſt geweſen wäre, was Du geſehen zu haben glaubſt, ſo würde er un⸗ möglich in frommer Mönchsgeſtalt Dir erſchienen ſein; denn der Bernhard, der ein Trinker, Spieler und Säufer geweſen, wie Jedermann weiß, und ſogar ſeine eigene Schweſter an den Stroband verhandelt hat, der könnte nur in der Geſtalt eines ſchrecklichen Ungethüms einherwandeln, wenn er in ſei⸗ nem Grabe keine Ruhe gefunden.
— Mag dem nun ſein, wie ihm wolle— ich habe ihn geſehen! fuhr der Handelsmann in ſeiner Behauptung fort, ſich wiederholt bekreuzigend. Als wir vorhin mit einander redeten, war's mir plötzlich, als hörte ich draußen an der Thür ſich etwas bewegen. Da Ihr nun dem Chrig befoh⸗ len, weder Jemand heraufzulaſſen, noch ſelber ungerufen zu kommen, ſo fürchtete ich, es habe ſich Einer heimlich einge⸗
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