Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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noch nicht Alles geſagt; wiſſet, daß ich außer den ſchönen Goldgülden im Mantelſack noch etwas fand, das unter ge⸗ wiſſen Umſtänden auch nicht ganz werthlos iſt.

Gut für Dich, wenn dem ſo iſt; mich aber wird's wohl wenig kümmern! verſetzte Rycke. D'rum freue Dich Deines Fundes, wenn Du daheim biſt; jetzt habe ich noch wichtigere Dinge mit Dir zu ſchaffen.

Gern werde ich mich Euren ferneren gütigen Auf⸗ trägen unterziehen, wenn ſonſt das Geſchäft vortheilhaft iſt, erwiederte der Handelsmann. Doch denke ich, wird's für Euch wichtig ſein, zu wiſſen, daß ich im Mantelſacke auch jenes Schreiben fand, das Reinholds ſpurlos verſchwundener Diener zurückgelaſſen haben ſoll. Wahrſcheinlich hat's der Hauswärtel dem Mönche überbringen ſollen.

Du haſt das Schreiben? fuhr Rycke haſtig auf. Zeig's her, wo iſt es; ich kauf's Dir ab!

Unwillkürlich fuhr der Handelsmann bei dieſen Worten mit der Hand in eine inwendig angebrachte Taſche ſeines Wammſes; doch plötzlich ſich beſinnend, zog er die Hand langſam wieder heraus. Ich hab's nicht bei mir! ſagte er und neſtelte dabei das Wamms ſorgfältig zu, als hätte er darunter einen Schatz zu bewahren.

So bring's mit, wenn Du wieder hierher kommſt, gebot Rycke. Für Dich hat's nicht mehr Werth, als jedes andere Stucklein Pergament; dennoch ſoll Dir guter Finder⸗ lohn dafür werden. Verwahr's indeſſen aber gar ſorgfältig; wenn Dus verlierſt, biſt Du Deines Lohnes quitt!

Sorgt nicht, Geſtrenger, werde es ſorglich hüten! verſetzte der Handelsmann; und in Gedanken fügte er hinzu: Man kann nicht wiſſen, wozu es mir noch dienen kann, denn große Herren hahen öfters ſonderbare Launen, und wenn ſie Einen nicht mehr gebrauchen, dann

Höre, was Du ferner zu thun haſt, nahm Rycke jetzt das Wort. Morgen mit dem Früheſten mußt Du hin⸗