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dem er den Beutel mit dem Gelde an ſeinen Gürtel neſtelte. Und um Euch zu beweiſen, daß dem ſo iſt, will ich Euch eine Neuigkeit mit in den Kauf geben, ohne Bezahlung dafür zu fordern, obwohl ſie für Euch ſicherlich von großem Werthe iſt. So hört denn.
Als ich auf dem Rückwege von Prag plötllich erkrankte, um eine Urſache zu haben, nicht mit dem Amtsſchreiber zu⸗ gleich hier einzutreffen, hielt ich es nach deſſen Weiterreiſe doch für gerathen, ebenſo ſchnell wieder geſund zu werden, als ich erkrankte, und mich etwas ſeitwärts von der Straße abzuziehen; denn man kann manchmal nicht wiſſen, wie der Gottſeibeiuns mit Einem ſein Spiel treibt. So kam ich denn am Abend des dritten Tages nach meiner Trennung vom Amtsſchreiber an ein kleines Köhlerdörflein mitten im böh⸗ miſchen Waldgebirge, in deſſen elender Herberge ich zu über⸗ nachten beſchloß, weil in dieſer Wildniß, wohin ſich ſelten ein Reiſender verirrt, von Wegelagerern und anderem Raubge⸗ ſindel nichts zu fürchten iſt. Kaum war ich in das niedere Gaſtgemach getreten— wen erblicke ich da auf einem elen⸗ den Strohlager liegend? Niemand anders, Herr, als den Hauswärtel, den der Reinhold, oder wie er ſonſt heißt, gleichfalls nach Prag geſandt, zu dem Franziskaner aus Berlin. Das Erſchrecken des alten Burſchen, als er mich ſah— denn wir kennen uns— gab mir die Gewißheit, daß mich die Vermuthung, die ich auch zu Euch ausgeſpro⸗ chen wegen der verſchwundenen Goldgülden aus Reinholds Seckel, nicht betrogen.„Da iſt ein prächtiger Fang zu machen!“ ſo ſprach ich zu mir ſelber, und im Augenblicke war mein Plan fertig. Da wir eben allein im Gemache waren, ſo ſagte ich ihm den Diebſtahl auf den Kopf zu, er⸗ zählte ihm ferner, daß ich nur um ſeiner habhaft zu werden mich auf den Weg gemacht und ſeine Spuren von Ort zu Ort verfolgt habe, weil ein hoher Preis auf ſeinen Kopf geſetzt ſei. Zugleich drohte ich, die Dorfbewohner zu ſeiner


