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hatte nach wenigen Minuten Britz hinter ſich, indem er den⸗ ſelben Weg einſchlug, den er erſt kurz zuvor gekommen. Sein Pferd trieb er zum ſchnellſten Trabe an, daß kaum der Die⸗ ner ihm in der Finſterniß zu folgen vermochte.
Zu der Stunde, wo Lisbeth mit ihren beiden Begleitern das Gefängniß ihres Bruders verließ, oder auch wohl etwas ſpäter, ſaß der ehemalige Bürgermeiſter Rycke in ſeinem Ge⸗ mach an einem Tiſche, auf dem eine hübſche Summe in blan⸗ ken Goldgülden aufgezählt lag, und vor ihm ſtand jener Handelsmann aus der Vorſtadt, der in ſeinem Auftrage die Reiſe nach Prag gemacht hatte, um den vom Rathe nach der Böhmenhauptſtadt geſandten Amtsſchreiber zu berücken. Daß ihm der Streich nur zu gut geglückt war, wiſſen wir bereits aus Boytins Erzählung in Ottokars Kerker. Der Handelsmann wußte des Ruͤhmens kein Ende, wie ſchlau er es angeſtellt habe, den Rathsboten hinter's Licht zu führen; doch obwohl es den Anſchein hatte, als mache ihn das Lob, welches er ſich ſelber ertheilen durfte, reichlich belohnt für den ſeinem Gönner geleiſteten Dienſt, ſo ſtrich er doch nichts⸗ deſtoweniger mit ſichtlichem Wohlbehagen die aufgezählten Goldſtücke ein, welche die zweite Hälfte des bedungenen Loh⸗ nes bildeten, nachdem er zuvor, wie es einem vorſichtigen Handelsmann geziemt, jedes einzelne in ſeiner Hand gewo⸗ gen, deſſen Gehalt geprüft, und ſich durch den Augenſchein uͤberzeugt hatte, daß es wohl gerändert war. Rycke ſah ihm mit verächtlichem Gleichmuth zu.
— Hoffentlich biſt Du mit meiner Pünktlichkeit zufrieden! nahm der Letztere das Wort, als das letzte Goldſtück in den ledernen Beutel des Handelsmanns gefallen war. Ich denke wenigſtens, daß Du's ſein kannſt.
— Gewiß, Herr Rocke, nie hatte ich einen beſſeren Kundmann, als Ihr ſeid! verſicherte dieſer ſchmunzelnd, in⸗


