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jungen Mann, als dieſer von Lisbeth Abſchied nahm für einige Tage.
— Ich will verſuchen, noch einige Tage Aufſchub für Ottokar zu erhalten, und ſollte ich auch bis zum Aeußerſten gehen! erwiederte Bernhard. Damit, denke ich, wird viel gewonnen ſein. Morgen aber mit dem Früheſten will ich hinüber zu meiner Schweſter, die noch immer auf der Burg zu Poſtamp weilt; Helene— das weiß ich ſicherlich— ver⸗ mag Manches zu thun in dieſer Sache. Die Arme, noch ahnt ſie nicht des Freundes Unglück; doch endlich muß ſie es ja doch erfahren!
Boytin dachte etliche Augenblicke über etwas nach.
— Koönntet Ihr wohl bei mir in Britz einſprechen, be⸗ vor Ihr zu Eurer Schweſter Euch begebt? fragte er dann. Der Umweg iſt eben nicht allzu groß, und gern möchte ich Euch ein Brieflein mitgeben an den wackeren Hofrichter, Herrn Balthaſar Haak, ſowie an den edlen Kammermeiſter Ritter von Waldenfels. Beide Herren wurden vor etlichen Tagen vom Kurfürſten eiligſt nach Poſtamp geſandt, weil dort unter dem gefangenen Raubgeſindel Ungewöhnliches vor⸗ gegangen iſt und einer von ihnen Wichtiges zu entdecken ver⸗ ſprach, wenn ihm ſein elendes Leben geſchenkt würde. Ich aber möchte gern die Herren von einer gewiſſen Sache in Kenntniß ſetzen. Wollt Ihr mir alſo den Gefallen thun?
— Herzlich gern, Herr Boytin, werde ich Euren Auf⸗ trag übernehmen! verſicherte Bernhard.
Er wartete, bis das Fuhrwerk zum Köpenicker Thore hinaus war, und kehrte dann langſam durch die Roſcher⸗ gaſſe zurück nach dem Köllniſchen Markte, wo er ſich rechts gegen die„Brücke bei den ſtädtiſchen Mühlen“ wandte.
Als das Fuhrwerk die köllniſchen Scheunen hinter ſich hatte, ritt ein Reiter an daſſelbe heran, der ein lediges Hand⸗ pferd am Zügel führte; es war der Knecht, der Ottokar auf ſeiner Flucht hatte begleiten ſollen. Boytin befahl ihm, dem


