Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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Es war Alles vergebens! ſagte er leiſe zu dieſem.

dee Ich dacht's mir wohll erwiederte dieſer ſeufzend. So bleibt's demnach bei unſerer Verabredung? . Es bleibt dabei! verſetzte Boytin. Konnten wir den uſ, Freund und Bundesgenoſſen nicht retten und Gott weiß, ſ daß nichts unverſucht geblieben iſt wohlan, ſo ſoll ſein aſt Tod noch unſerer guten Sache förderlich ſein! Wer den res Armen heute noch verdammt, wird morgen ihn für unſchul⸗ ef dig halten, wenn erſt ſein Blut gefloſſen iſt das iſt ſo

der Welt Lauf; und wenn wir das Volk zur Rache für ihn

1 gegen die verhaßten Patrizier aufrufen, wird Alles zu uns

pf. halten! Sorgt nur, daß wir die Stunde ſeines Todes er fahren und benachrichtigt mit Vorſicht die Unſeren.

Das ſoll geſchehen! verſicherte Holzmüller. Doch

glaubt Ihr, daß der Kurfürſt unſer Thun billigen werde?

Sicherlich nicht, und darum verſchwieg ich ihm mei⸗

nen Plan, entgegnete Boytin; möglich iſt's ſogar, daß uns

darob ſein Zorn trifft. Doch wir dienen ihm ja nicht um

des ſchnöden Vortheils willen; hat ſeine gute Sache nur

gen geſiegt, ſo finden wir den ſchönſten Lohn in unſerem Be⸗ ni⸗ wußtſein. Und ewig wird er uns ja auch nicht zürnen, ren denn ſein mildes Herz, das ihn ſo gern dem Feinde ver⸗ et zeihen läßt, kann ſich gegen treue Diener nicht dauernd wii verhärten. Unſer Wahlſpruch iſt: Alles für den Kurfürſten iler und unſer gutes Recht! Alles für den Kurfürſten und unſer gutes Recht! bekräftigte Holzmüller. Gehabt Euch wohl, Herr Boytin! Auf fröhliches Wiederſehen, mein wackerer Meiſter! Nach biederem Handſchlag trennten ſich die beiden Män⸗ ner, und bald hatte Boytin die Vorangegangenen eingeholt. aͤd⸗ Er führte ſie zu der Herberge am Köpenicker Thor, wo ein ück⸗ Fuhrwerk ihrer harrte. Boytin hob Lisbeth hinein und ſetzte g ſich an ihre Seite. ten Begleitet Ihr uns nicht, Bernhard? fragte er den

Die ſchwarzen Brüder. III. 16