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Fuß nach dem Orte zurück, wo Pignetti meiner harrte, und wider meinen Willen mußte ich dem Zauber folgen, der mich in ſeinen Banden gefangen hielt..
Faſt hatte ich die Kirchhofsmauer erreicht, als mir eine Schaarwacht Halt zurief. O, wie gern hätte ich dem Ge⸗ bote der Stadtſöldner Folge geleiſtet, wenn dies in meiner Macht geſtanden hätte! Einer von ihnen trat jetzt an mich heran, warf die Kapuze zurück, die mein Haupt bedeckte, und ließ den Schein der Leuchte, die er in ſeiner Hand trug, auf mein Antlitz fallen. Ich erkannte in ihm einen Diener meines Vaters, der erſt vor kurzer Zeit Stadtſöldner gewor⸗ den. Auch er hatte mich erkannt, und da er glauben mußte, in mir ein Geſpenſt zu ſehen, ſo übermannte ihn das Ent⸗ ſetzen, daß er mit einem Schreckensſchrei zu Boden ſtürzte.
Mich aber trieb Pignetti's geheime Macht weiter; er öffnete mir wieder die Pforte in der Kirchhofsmauer und führte mich auf demſelben Wege, den er vorhin mit mir ein⸗ geſchlagen, in dies Gemach zurück.
Hier gab Pignetti mir, als wolle er mich ſtärken, einen Trank; bald aber fühlte ich, daß mir wurde, wie an dem Tage, den man als den meines Todes anſah; die Glieder wurden ſteif und ſchwer wie damals, und das Bewußtſein ſchwand mir bald darauf. Gewißlich war dies eine noth⸗ wendige Vorbereitung zu der Scene, die ich ſah, als ich end⸗ lich wieder meiner Sinne mächtig ward.
— Zwei Tage ſah ich Dich ohne Regung liegen, ver⸗ ſetzte Brigitta; nur Deine Lippen bewegten ſich, um ihm Antwort zu geben auf ſeine vielen Fragen. Am Abende des zweiten Tages aber nahm er Dich in ſeine Arme und trug Dich behutſam fort durch jene Eiſenthür; erſt nach mehreren Stunden brachte er Dich wieder zurück; da warſt Du aber wach und hohe Freude ſprach aus Deinen Blicken. Bri⸗ gitta hatte ſeit langer Zeit kein frohes Antlitz mehr geſehen, drum ward ihr auch ſo ſonderbar um's Herz bei Deinem


