Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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AAE

jenen Zuſtand verſetzt, in dem mein Geiſt entfernte und ver⸗ borgene Dinge ſchaut, befahl er mir, über meine Kleider ein weites, ſchwarzes Gewand zu ziehen, welches er mit⸗ gebracht, und das meine Geſtalt vom Scheitel bis zur Fuß⸗ ſohle verhüllte. Ferner gab er mir ein Kruzifix und jenes Linnenſtück in die Hand, welches letztere zu einem Knäul gerollt und durch ein Band von meinem Sarge zuſammen⸗ gehalten war. Jetzt nahm er mich bei der Hand und führte mich durch jene eiſerne Thür dort in einen finſtern Gang, der in dem Grabgewölbe der Schwarzen Brüder ausmün⸗ det; in dieſem fanden wir dann eine Treppe, welche wir hinanſtiegen und ſo in das Schiff der Kloſterkirche gelangten. Pignetti öffnete hier eine Thür, führte mich über den Fried⸗ hof nach der Pforte in der Mauer und öffnete auch dieſe.

Gehe jetzt nach dem Hauſe Deines Verlobten, gebot er mir nun mit leiſer Stimme, nachdem er eine Weile aufmerkſam gehorcht, klopfte dort an eine Fenſterlade des untern Stock⸗ werks und laß den Diener, der ſich zeigen wird, auf das Kruzifir ſchwören, ſeinem Herrn, aber nur dieſem getreulich das Päcklein zu übergeben, das Du in der Hand trägſt. Laß ihn auch ſchwören, daß weder er, noch ein Anderer als ſein Herr das Päcklein öffnen wird. Dann aber kehre ohne Säumen ſchnell hierher zurück.

Er ließ mich geheu.

Schon als mich die friſche Morgenluft auf dem Fried⸗ hofe anwehte, verſuchte ich, angeſtachelt von ſchnell erwachter Freiheitsluſt, mich meinem Zuſtande, welcher mich ganz in die Gewalt ſeines Willens gab, zu entreißen und alsdaͤnn zu fliehen. Doch weder vorhin, noch jetzt war mir dies möglich; wie im Schlafe taumelte ich die Gaſſe entlang und hatte nicht die Kraft anders zu thun, als wie er mir ge⸗ boten. Auch als ich die Beſtellung ausgerichtet, vermochte ich nicht einen Schritt zu thun, der mich vom Kloſter ent⸗ fernte; mit übernatürlicher Macht zog's meinen ſträubenden