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ſtätte abzulenken, als aus Luſt zur Mittheilung, erfüllte Klara
das Begehren ihrer Genoſſin. kon
— Schon bei ſeinem erſten Erſcheinen an meinem Kran⸗ hör
kenlager begann Pignetti ſeine finſtere Macht zu üben, und Wo „ohne Widerſtand mußte ich mich ihr anfangs beugen, ſo ken ſprach ſie weiter. Ich bat den Himmel, mir ein Mittel zu
zeigen, wodurch ich jenem mich entziehen könne— und ſiehe ſer da, meinem Flehen ward Gewährung: ich durfte nur des hie fernen Geliebten Geiſt zu meinem Schutze herbeirufen, und vor ohne Wirkung blieb Pignetti's Machtgebot. ebe
Endlich am ſelben Tage, wo nach des Welſchen Spruch von mein Leben enden ſollte, kehrte mein Ottokar zu mir zurück, abe denn ein treuer Diener hatte ihm jenen Ausſpruch eilig hin⸗ die terbracht.
Nach einigen Stunden reinen, ſeligen Glücks, das mir lieb die Gegenwart des Theuren brachte, beſchlich allmälig meinen ſer Körper eine Mattigkeit, die endlich an des Geliebten treuer Ot
Bruſt auch meinen Geiſt in tiefen Schlummer wiegte. ſei
Plötzlich erweckte mich ein Schmerzensgeſchrei. Ich ſei get geſtorben— alſo hörte ich Pignetti ſprechen. Da wollte ich Za reden, doch meine Zunge verſagte mir den Dienſt; mich auf⸗ Ge
zurichten, war ich nicht vermögend, denn meine Glieder waren
wie mit Blei gefüllt, und nicht vermochte ich ſie zu bewegen. an
Das Blut in meinen Adern ſchien geronnen, ich fühlte nicht auf
mehr meines Herzens Schlag und eiſige Kälte durchdrang als
mein Gebein. Doch war ich auch nicht meiner Glieder mäch⸗ ten
6 tig, ſo war's doch alſo nicht mit meinen Sinnen: ich hörte in und fühlte alles, was um mich her vorging.
Der Freunde tiefe Trauer, der Eltern Kummer und* hei des Geliebten bitteren Verzweiflungsſchmerz— das alles mei nahm ich deutlich wahr, doch fehlte mir die Macht, die fell Theuren zu tröſten und zu beruhigen. Ich litt mit ihnen, Se ſowie ſie um mich; denn wahrlich, größeren Schmerz kann's ten
auf dieſer Welt kaum geben, als den Geliebten, ihn, den


