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mit Herrn Rycke's Gewalt aufgehört habe. Doch änderte ſich bald des Vormunds Sinn und ich ward Ottokars er⸗ klärte Braut.
Schon maß ich die Zeit bis zu der Stunde, die mich auf immer dem geliebten Manne verbinden ſollte, nicht mehr nach Monden, ſondern nur nach Wochen und Tagen, und ſchon ſah ich mit ſeligem Vergnügen die Mutter und die Freundinnen ſich emſig mühen an den Vorbereitungen zu meinem Hochzeitstage, da warf mich eine Krankheit auf das Lager. Um meinem Ottokar, dem gerade damals die Ange⸗ legenheiten der beiden Städte viel Sorge machten, nicht all⸗ zutiefen Kummer zu bereiten, verbarg ich ihm ſorglich das Wachſen meines Uebels. So ging er denn auch— nicht ahnend, was bevorſtand— nach einer nahen Hanſaſtadt mit frohem Muthe; es galt ja, dort für ſeiner Mitbürger Wohl zu wirken.
Man ſprach in beiden Städten viel von wunderbaren Heilungen, die Pignetti an armen Kranken vollbracht; auch an mein Krankenlager rief man dieſen Mann—
— Warun ſchweigſt Du wieder? fragte Brigitta nach kurzer Pauſe.
— Hörteſt Du nicht auch ſeine Schritte in dem Gange, in den man durch die Eiſenthür gelangt und der zu den ſchauerlichen Grabgewölben führt? entgegnete Klara.
— Ich höörte ſie, doch waren's nicht die ſeinen! ant⸗ wortete Brigitta.
— Wenln er's nicht war, den wir im Gange hörten, wer ſollte es dann geweſen ſein? ſprach Klara mit leiſem Erbeben. Vor wenigen Minuten drang aus den Gewölben ein dumpfer Ton.
— Sollen die Todten denn beſtändig ſchlafen? erwie⸗ derte Brigitta gleichgültig. Was kümmert's Dich— erzähle weiter, Mädchen!
Mehr um ihre Gedanken von den Schauern der Todes⸗


