Teil eines Werkes 
3. Bd. (1858)
Entstehung
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als eingetroffene Befürchtung ſelbſt. Seit langer Zeit zum erſten Male ſchwanke ich rathlos hin und her, gleich dem kompaßloſen Schiffe auf hoher See.

Und wenn es mir auch gelänge, den ungeduldig Har⸗ renden abermals hinzuhalten, ohne ihn meine Schwäche und Rathloſigkeit merken zu laſſen was würde mir's nützen? Ein anderes Werkzeug herbeizuſchaffen, iſt es zu ſpät; die Ereigniſſe werden eintreffen, bevor ich ſie zu beherrſchen und zu lenken im Stande bin ſie werden eintreffen, ohne daß ich Kunde davon habe, und ſo mein Werk zerſtören, ſtatt es vollenden.

Minute auf Minute verrinnt. Nicht mehr daran den⸗ ken darf ich, das Räthſel des Hinderniſſes, auf das ich ſo plötzlich und unvermuthet geſtoßen, zu ergründen und Letzte⸗ res zu beſeitigen: es gilt nur noch, einen ſchnellen Entſchluß zu faſſen, damit ich dem, der bisher vor meiner, ſeinem blö⸗ den Geiſte unbegreiflichen Gewalt zitterte, nicht unvorbereitet entgegentreten muß.

Die Wiſſenſchaft, die einzige Gottheit, die ich aner⸗ kannte ſie, deren Dienſte ich mich nach vollbrachtem Werke weihen wollte mein Leben lang ſie hat mir ſchnöde den Rücken gewandt, gerade da, als ich ihrer am dringendſten bedarf; wohlan denn, rufe ich eine Macht an, deren Da⸗ ſein ich bisher geleugnet, der aber, iſt ſie wirklich vorhan⸗ den, mein Werk reiche Früchte eintragen wird. Dich, Hölle, rufe ich zu meinem Beiſtand an, ſende mir deine Geiſter der Unterwelt, daß mir durch dich werde, was ich brauche! Hölle, ich vermehre dein Reich, ſo du mir hilfſt! Wiſſe, es iſt Pignetti, der dich ruft! All ihr böſen Geiſter, eilt herzu und leiht mir eure Macht und Klugheit! Kommt, kommt, kommt!

Es klangen dieſe Worte ſo geiſterhaft, daß es ihm vor⸗ kam, als ſei nicht er es, der ſie rufe, ſondern ein fremder Dämon, der ſich ſeiner Lippen bediene. Seine brennenden