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— ſeinem Ende, ſchon kündigte ſich die wohlberechnete Ka⸗ taſtrophe, wie durch ferngrollende Donner das heranziehende Ungewitter, durch verderbende Ereigniſſe an— da verſagt eine Marionette in der Hand des Meiſters den Dienſt und der Vorhang muß fallen, bevor das Stück zu Ende geſpielt! fuhr er nach einer kurzen Pauſe in ſeinem Selbſtgeſpräche fort. Aber noch iſt's möglich, die unterbrochene Handlung zum Schluß zu bringen, wenn der Meiſter ein Mittel auf⸗ zufinden vermag, den Widerſtand ſeiner Marionette zu bre⸗ chen und zum Gehorſam zu zwingen.
Aber dieſes Mittel— wer ſagt mir wohl, wo ich es finde? O, gewiß, ich würde es ſchon finden, könnte ich nur ergründen, von wannen ihr die Fähigkeit zum Widerſtande gekommen! Iſt ihr Wille plöͤtzlich ſtärker, als der meinige, dem doch das Schwerſte ſchon gelungen, indem er mein eige⸗ nes Ich bezwang— iſt meine Kraft von mir gewichen, de⸗ ren leiſeſter Hauch Stärkeren das Geiſteslicht zu verlöſchen vermochte? Nein, nein, keins von Beiden iſt hier der Fall! Aber was iſt's ſonſt— wer ſagt mir, welche von den tau— ſend Möglichkeiten die richtige iſt?
Die Zeit verrinnt— zwei Stunden und eine halbe bleiben mir nur noch übrig; ich kann und darf ihn nicht zum dritten Male abweiſen, ohne mein Werk zu gefährden, ein Werk, mit dem ich mich ſeit zwanzig Jahren voller Lei⸗ den und Kämpfe unausgeſetzt beſchäftigt, dem all mein Sin⸗ nen, all mein Trachten galt, um deſſentwillen ich allem ent⸗ ſagte, was mir das verlorene Glück hätte wiederbringen oder erſetzen können! Faſt bleibt mir nur noch die Wahl, dieſes Werk ſcheitern zu ſehen am Widerſtande eines ſchwachen Mädchens, oder es blindlings fortzuführen, ohne die vollſte Gewißheit des Gelingens zu haben. Letzteres wählen, vom Zufalle abhängen, jedes vom leiſeſten Luftzug in meinen Weg gewehte Sandkörnlein fürchten zu müſſen, iſt ſchlimmer noch, als Erſteres, wie Zweifel und Ungewißheit ſchlimmer ſind,


