Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

A;

jetzt, da Du alles weißt, was zur Verhütung neuen Fre⸗ vels Dir zu wiſſen nöthig iſt, nach Hauſe zuruͤckkehren. Ich habe hier in meiner ehemaligen Pfarre noch andere Dinge zu thun. Gehe mit Gott, mein Sohn!

Nach Peters Entfernung begab ſich der Mönch in die Wohnung des damaligen Pfarrers zu Rycksdorf, dem er wohl bekannt war und der ihm auf ſeine Bitte ohne Weiteres die Schlüſſel zu ſeiner Kirche anvertraute, in welche ſich der Mönch allein verfügte. In der Sakriſtei derſelben öffnete er den Schrank, in welchem alle auf das Gotteshaus be⸗ züglichen Dokumente und Urkunden verwahrt wurden, und ſuchte emſig darin umher. Zufriedenen Blickes las er dann eine Schrift durch, welche der Gegenſtand dieſes ſeines Su⸗ chens geweſen, legte ſie wieder an ihren vorigen Ort, ver⸗ ließ die Kirche, deren Schlüſſel er dem Pfarrer wieder ein⸗ händigte, und ſetzte ſeinen Weg fort.

Als er Martha's Hütte erblickte, blieb er einige Augen⸗ blicke unſchlüſſig ſtehen.

Es würde mir jetzt doch nichts helfen! ſprach er dann für ſich. Will aber ſehen, wie's in Britz ſteht.

Dort angelangt, richtete er ſeinen Auftrag an Frau Katharine aus und ließ ſich dann zu dem kranken Andreas führen, der heute, wie ſich Peter immer auszudrucken pflegte, ſeine guten Stunden zu haben ſchien. Mit dieſem blieb er eine Zeit lang allein im Gemach. Endlich eilte er nach dem im Dorfe befindlichen Gaſthauſe, wo der Knecht mit dem Fuhrwerke ſeiner harrte, und ſetzte ungeſämt ſeine Reiſe fort, mit dem feſten Vorſatze, all die kleinen Verſäumniſſe fortan durch um ſo größere Eile wieder gut ⸗zu machen.

Ottokar und Lisbeth ſahen es Peter bei ſeiner Zurück⸗ kunft wohl an, daß etwas Beſonderes auf dem Herzen hatte, denn ſein ganzes Weſen war ungewöhnlich ernſt und

nachdenkend. Da er aber auf ihre theilnehmenden Fragen Die ſchwarzen Brüder. II. 18