Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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verſicherte, daß ihm nichts Unangenehmes widerfahren, ſo drangen ſie nicht weiter in ihn, zumal Ottokar ſchon in den nächſten Tagen das Räthſel ſeiner Verwandlung ergründet zu haben glaubte, als er gewahrte, daß Peter plötzlich ein eifriger Kirchengänger geworden, was er den Ermahnungen des frommen Mönches zuſchrieb. Daß Peter aber nicht den täglichen Gottesdienſt in St. Petri, ſondern in der Kirche des Dominikaner⸗Kloſters beiwohnte, ward von ihm nicht weiter beachtet.

Schon an dem folgenden Tage begab ſich Lisbeth in Frau Katharinens Begleitung nach Spandow, wohin ein inzwiſchen für ſie eingetroffenes Schreiben von Boytin ſie dringend rief.

In den nächſten Tagen ſprach man in den beiden Städ⸗ ten von nichts Anderem, als von dem berüchtigten Räuber⸗ anführer, der Schwarze Teufel genannt, der nach der lan⸗ desherrlichen Kundmachung in ihren Mauern weilen ſollte. Viele trachteten danach, ſich den auf die Habhaftwerdung des Geächteten geſetzten Preis zu verdienen, aber nur ſehr Wenige gab es, die ſich Abends allein über die Gaſſe wag⸗ ten, aus Furcht vor dem, den ſie doch ſuchten. Doch da in der nächſten Zeit keine Brandſtiftung vorftel, man auch von keiner Mordthat hörte, wie man gefürchtet, ſo kam die Sache allgemach in Vergeſſenheit, zumal viele Leute geradezu behaupteten, daß jene Bekanntmachung nur erlaſſen ſei, um die Bürger einzuſchüchtern und bei vorkommender Gelegen⸗ heit von energiſchem Widerſtande nach Außen abzuhalten. Es füllten ſich Abends die Wein⸗ und Bierhäuſer wieder, die vorher leer geblieben, da man den Heimweg zu ſpäter Stunde ſcheute; man ſprach über die bevorſtehende Beſetzung des Syndikats daß Rycke wieder zum Bürgermeiſter er⸗ wählt werden würde, daran zweifelte niemand und ſtritt ſich über die Perſon, welcher der Rath jenes wichtige Amt