Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Der liebe Gott behüte die beiden Städte in Gnaden vor ſolchem Bürger! ſprach der Mönch, der mit Peter ſtehen geblieben, um die Botſchaft anzuhören.

Hundert Goldgülden iſt ein ſchöner Preis, den ich mir ſchon gern verdienen möchte, meinte Peter. Solche Summe würde dem Vater Trennert für ſeine Wirthſchaft wohl zu Statten kommen! Habe aber auch genau auf die Beſchreibung gemerkt und werde den Räuber ſchon erkennen, wenn ich ihn ſehe. Ein fürchterlich Ausſehen muß der Kerl aber doch nach der Beſchreibung haben!

Die Beiden ſetzten jetzt ihren Weg fort. Peter dachte anfangs nur daran, wie er ſich die hundert Goldgülden ver⸗ dienen könne; bald aber nahmen ſeine Gedanken eine andere Richtung, denn der Mönch ſprach mit ihm von Dingen, die ſeine höchſte Aufmerkſamkeit in Anſpruch nahmen.

Laß uns eine kleine Erfriſchung zu uns nehmen, deren ich wenigſtens bedürftig bin, ſagte der Mönch, als man in der Nähe von Rycksdorf war, in welchem Orte er vor langen Jahren Pfarrer geweſen.

Peter war mit dem Vorſchlage zufrieden, und ſo lenkten Beide ihre Schritte dem Kruge des Dorfes zu, in welchem ſie bei einer Kanne warmen Bieres ihre Unterredung leiſen Tones fortſetzten, die nach manchen Ermahnungen des Mön⸗ ches endlich damit endigte, daß ihm Peter gelobte, alles wohl zu beherzigen und danach zu thun, auch ſich der Vorſicht und Schweigſamkeit befleißigen zu wollen.

Du begreifſt jetzt wohl, daß ich mich einer Unwahr⸗ heit ſchuldig machte, als ich Deine Begleitung nur zu mei⸗ ner Unterſtützung auf dem Wege verlangte, nahm der Mönch dann das Wort. Gott wird dereinſt, des guten Zweckes wegen, nicht allzu ſtrenge mit mir deswegen rechten, denn ich mußte es doch ſo einrichten, daß Deine Schweigſamkeit nicht auf allzu harte Probe geſtellt wird. Du magſt daher