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lichen Segen ertheilt, trat er mit Peter ſeine Wanderung an. Ottokar verſchloß die empfangene Schrift ſorgfältig, und während Lisbeth ihren häuslichen Verrichtungen nachging, machte er ſich wieder an die Arbeit, behufs Reorganiſation der Kalandsgilden, welche er bereits an dem Abend begonnen hatte, bevor er ſich in die Gewölbe der Dominikaner⸗Kirche begeben.
Als der Mönch und ſein Begleiter bei der Roſchergaſſe anlangten, gewahrten ſie einen kurfürſtlichen Trabanten, der, gefolgt von etlichen Stadtſöldnern zu Pferde, vom Rathhauſe her über die Brücke nach Kölln ritt. Auf dem Fiſchmarkte hielt der Zug an, und nachdem ein Stadtſöldner durch eine große Handglocke, die er ertönen ließ, viele Leute an die Fen⸗ ſter und vor die Häuſer gelockt hatte, entfaltete der Trabant ein beſchriebenes Pergament und las mit lauter Stimme Fol⸗ gendes der aufhorchenden Menge vor:
„Wir Friedrich der Zweite, von Gottes Gnaden
Markgraf von Brandenburg, des heiligen römiſchen
Reiches Erzkämmerer und Kurfürſt ꝛc., entbieten allen
Bürgern und Einwohnern Unſerer beiden Städte Ber⸗
lin und Kölln an der Spree, Unſeren lieben und ge⸗
treuen Unterthanen, Unſeren landesherrlichen und gnä⸗ digen Gruß, und thun ihnen hiermit zur Nachachtung kund und zu wiſſen: Nachdem es Uns durch den Bei⸗ ſtand des allmächtigen Gottes, ſowie durch die Tapfer⸗ keit Unſeres lieben und getreuen Kammermeiſters Rit⸗ ter Georg von Waldenfels und der von ihm geführten wackeren Neiſigen gelungen, die zahlreiche Räuberhorde des verruchten Böſewichts, genannt der Schwarze Teu⸗ fel, ſo es frech gewagt, ſich heimlich in Unſer landes⸗ herrliches Gebiet einzuſchleichen, ſammt und ſonders zu tödten oder gefangen zu nehmen, haben wir in ſichere Erfahrung gebracht, daß der heilloſe Anführer der Räu⸗


