Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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ich bin gewiß, daß dieſe Dinge von ihr kommen. Bald werde ich ſie ja auch ſehen und mit ihr ſprechen dürfen, und könnte es ja nicht, wenn ſie ein körperloſes Weſen iſt! Und dennoch ſträubt ſich alles in mir gegen dieſe Vorſtellung, die erſt mit dem Anblick dieſer ſichtbaren Zeichen in beſtimmter Geſtalt vor meine Seele getreten!

Nach kurzem Sinnen ſprach er wieder:

Sie muß es ſelber geweſen ſein, die dieſe Dinge meinem Diener brachte. Wen ſollte ſie auch anders ſenden können? Ihre Erſcheinung, die man jetzt für die des Böſen auslegt, war's, die den Stadtſöldner, einen früheren Diener ihres Pflegevaters, wie man ſagt, zum Tode erſchreckte und ihn ſeing Sinde beraubte! Ihr Schatten verſchwand dann ja auch an den Mauern des Kloſters, in deſſen Grüften ihre irdiſche Hune ruht. Klara, wenn Dir's geſtattet iſt, noch auf der Erde umherzuwandeln, warum lenkteſt Du nicht Deine Schritte zu mir ſelber, damit ein Wort von Dir die Zweifel löſte? Biſt Du auch jetzt noch an Raum und Zeit gebunden? O, fahre hin, du ſchöner Glaube vom ſeligen Walten ihres verklärten Geiſtes in den himmliſchen Gefilden über den Sternen; du warſt ein Wahn, wie alles andere, worauf ſich jemals meine Hoffnung ſtützte! Vielleicht aber iſt es die geheimnißvolle Macht Pignetti's, durch die Klara's Geiſt an ihren irdiſchen Staub gefeſſelt wird vielleicht i*ſt dieſer ſelſſame Fremde das Hinderniß, daß ihr Geiſt ſich nicht emporſchwingen kann zu den ſeligen Gefilden des Frie⸗ dens und des Glückes! O, wer mir hierüber die Gewiß⸗ heit gäbe!

Nach einer Weile fuhr er wieder fort:

Und Helene, des ſtolzen Bürgermeiſters Tochter, liebt mich? Das Patrizierkind liebt den Baſtard, der weder Na⸗ men noch Reichthum beſitzt? O Gott, bin ich denn dazu be⸗ ſtimmt und verdammt, die reinſten Perlen mir angehörig zu machen, ohne ſie jemals beſitzen zu dürfen? Was haben dieſe

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