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noch die Luſt, es einem Dritten, wer es auch ſei, zu offen⸗ baren. Du wirſt mir doch nicht den Gehorſam weigern? — Es iſt wahr, ſprach Peter zögernd, mir wurde da⸗ bei geſagt, ich ſollte es Euch nur allein übergeben und den Inhalt weder ſelbſt unterſuchen, noch einem Andern dies ge⸗ ſtatten; auch mußte ich, dies befolgen zu wollen, auf das Kruzifix und im Namen Gottes ſchwören. Doch der Teufel geht in allem ſeinen Thun gar ſchlau zu Werke— wagte er's doch einſt, auf dem Berge der Verſuchung an den Herrn heranzutreten, warum ſollte er ſich ſcheuen, deſſen Namen auszuſprechen! Hu, ich fühle noch die Berührung der blen⸗ dend weißen, eiſeskalten Hand! Laßt Euch erbitten, lieber
mal, ſei kein Narr, Peter, verſetzte Otto⸗ vas mein oder doch für mich beſtimmt iſt. es denn, da Ihr darauf beſteht; ich aber waſche meine Hände in Unſchuld! ſagte Peter, ſeinem Herrn das Kügelchen übergebend.
— Schau her, Du Furchtſamer, ſprach Ottokar, in⸗ dem er ſeinem Diener das in Form eines Kreuzes ver⸗ ſchlugene Band zeigte, welches das runde Päckchen zuſam⸗ menhielt. Verſcheucht nicht das Zeichen des heiligen Kreuzes, das Du hier ſiehſt, den letzten Reſt Deiner Zaghaftigkeit?
Peter erwiederte nichts; er ſah nur aufmerkſam zu, wie ſein Herr das Band löſte und das zuſammengelegte Leinenzeug behutſam aus einander ſchlug. Plötlliich rollte ein kleiner, glänzender Ring, der in dem Zeuge gelegen ha⸗ ben mußte, auf den Tiſch hinab. Während Ottokar den Ring ergriff und ihn gegen das Licht der Kerze hielt, ließ er den linnenen Umſchlag ebenfalls auf den Tiſch fallen.
— Ha, ſehe ich recht— iſt's nicht ein Blendwerk der Hölle— ſo iſt dies Klara's Verlobungsring, den ſie mit in die Gruft genommen! tönte es gleich darauf von Otto⸗ kars Lippen..


