Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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ſchweigen. Es ſind nicht gerade ſchlechte Gründe, die mich zu dieſer Bitte bewegen.

Iſt's denn alſo wirklich wahr, lieber Herr? fragte Peter, dem bereits das Waſſer in die Augen trat. Und kann Euch denn nicht noch geholfen werden? Ihr habt ja der Freunde ſo viel in den beiden Städten, da Ihr Euch Jedem ſtets gefällig erwieſen; ſie werden Euch ſicher nicht im Stiche laſſen, wenn Ihr ihre Hülfe anruft.

Kennſt Du nicht das leider wahre Sprüchlein: Der Freunde in der Noth gehen viele auf ein Loth? gab Ottokar zur Antwort. Doch hat ſich einer von ihnen ſchon großmüthig zur Hülfe erboten, und ich habe ſie angenom⸗ men, nicht für mich, aber für meine Schweſter Lisbeth, die vom Unglück härter betroffen wird, als ich. Meinſt Du, ich könne vom Gnadenbrote anderer Leute leben, wenn ſie's auch gern und bereitwillig mir ſpenden? O nein, mein Freund, das Elend hat auch ſeinen Stolz!

Ihr aber braucht Euch ja nichts ſchenken zu laſſen! warf Peter ein. Wenn Euch ein Schurke Eure Güter ſtiehlt und die Dickbäuche beim Rath Euch das Amt entziehen, weil Ihr ihrem unlautern Streben im Wege ſeid wohlan, die Welt iſt größer und weiter, als der Umfang der beiden Städte! Verſucht wo anders Euer Glück; hier in Span⸗ dow zum Beiſpiel! ich bin gewiß, daß der Kurfurſt mit bei⸗ den Händen zugreift, wenn Ihr ihm Eure Dienſte anbietet.

Ich will nicht, daß Du meinetwegen von den Leu⸗ ten Schlimmes denken ſollſt, verſetzte Ottokar, und daher magſt Du wiſſen, daß ich nur Verwalter, nicht Eigenthü⸗ mer der Güter war, die man bisher mein nannte, und daß der rechtmäßiger Beſitzer kommen wird, um ſie aus meiner Hand zurückzunehmen. Was das Amt betrifft, ſo iſt es wider Brauch und Herkommen, daß ich's ferner noch bekleide. Dies mag Dir auch genügen, um einzuſehen, daß ich daran nichts mehr zu ändern vermag. Deinen Vorſchlag aber an⸗