Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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thigen ließ, der Einladung ſeines Herrn Folge zu leiſten. Werden wir lange hierbleiben, Herr Syndikus?

Hoffentlich nicht, erwiederte Ottokar. Wenn alles gut geht, ſind wir vielleicht ſchon morgen Mittag wieder in den beiden Städten.

Das wäre wirklich ſchade! meinte Peter. Ich hätte gern das Mittagseſſen abgewartet, das doch jedenfalls dem Abendimbiß entſprechen würde.

Liebſt Du ſo ſehr die Freuden einer leckern Tafel? fragte Ottokar. Ich dachte, daß Dir die Nähe Deines Mäd⸗ ches lieber wäre.

So iſt es auch, Herr Syndikus. Aber Ihr mögt bedenken, daß Britz auch eben nicht in der Nachbarſchaft der Grünſtraße liegt. Sehen und ſprechen kann ich die Lieſel demnach ſo wie ſo nicht; wir können uns in unſeren Muße⸗ ſtunden nur in Gedanken einander nähern, und dabei kommt's auf eine Strecke Weges mehr oder weniger nicht viel an.

Wir ziehen wieder in die Stadt, ſobald ich nach Britz zurückgekehrt bin, ſagte Ottokar. Du brauchſt nicht erſt wieder mit hinaus, und kannſt nachholen, was Du am heutigen Tage bei Deiner Braut verſäumen mußteſt.

Ja, das iſt freilich etwas Anderes, entgegnete Peter. Dann frage ich viel nach dem morgenden Mittagseſſen und möchte lieber noch in dieſer Nacht fort.

Das ſteht Dir frei, ſprach Ottokar; denn ich glaube nicht, daß man Dich hindern wird, dieſe Stadt zu verlaſ⸗ ſen, wenn ich bleibe. Zudem kann ich länger hier aufge⸗ halten werden, als ich denke.

Auf hohes Löſegeld für mich darf der Kurfürſt frei⸗ lich nicht hoffen, deshalb würde man mich ſchon gehen laſſen. Aber ich ziehe es doch vor, bei Euch zu bleiben; habt Ihr Euch erſt meines Dienſtes entwöhnt, ſo könnte es leicht ge⸗ ſchehen, Ihr fändet Einen, der Euch beſſer gefällt. Nein, nein, ich will mich ſolcher Gefahr nicht ausſetzen.