Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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und nicht anders! Aber nun ſagt mir, wie kommt Ihr hier⸗ her? Verſtehe ich die Meldung meines wackeren Kammer⸗ meiſters recht, ſo ſeid Ihr hier, um für die Treue der bei⸗ den Städte mir Bürge zu ſein; ſprecht, iſt dem ſo und was gab Euch dazu Veranlaſſung?

Ich bin gekommen, Euch, mein gnädiger Fürſt, zu bitten, daß Ihr den beiden Städten nicht entgelten laßt, was ſte, bewogen durch ein ſeltſam Mißverſtändniß, anſcheinend Unrechtes gegen Euch gethan. Und daß, ſobald dies Miß⸗ verſtändniß aufgeklärt iſt, jedweder feindſelige Schritt von ihrer Seite unterlaſſen und widerrufen wird, dafür bin ich mit meinem Leben zu bürgen gern bereit.

Ich verſtehe nicht, wie Ihr das meint, Herr Syn⸗ dikus, gab Friedrich zur Antwort. Welch Mißverſtändniß waltet hier denn ob und was iſt drüben in den beiden Städten geſchehen?

Eure Fragen, durchlauchtigſter Herr, beſtätigen das, was ich ſoeben ſagte, erwiederte Ottokar, und geben in mir der frohen Hoffnung Raum, daß ſich alles zum Guten wen⸗ den werde. Die beiden Städte glaubten ſich von Euch be⸗ droht; Ihr wolltet, hieß es, mit Gewalt der Waffen Euch ihrer bemächtigen und ihre wohlerworbenen Freiheiten un Rechte vernichten. Die Kunde, daß ein großer Haufe Erx Reiſigen, mehr denn Tauſend an der Zahl, in der Jungfe haide verborgen liege, gaben dieſem Wahne den Anlaß.

Wie, iſt's ſo weit gekommen, daß man uns d Stellmeiſern gleich achtet, denen mein in Gott ruhender V ter zum Wohl der Städte den Garaus machte? rief Fri drich mehr gekränkt als zornig aus. Und gerade, um d Freiheit der Bürger zu ſchützen und aufzurichten, ließ i meine wackeren Reiſigen dorthin aufbrechen! Ihr werdet die ja ſelber wiſſen, Herr Syndikus!

Der Ritter Waldenfels verſicherte mich deſſen, ent⸗

gegnete Ottokar; und wenn ich gleich dem Worte des edlen

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