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Ritters glaubte, ſo iſt's mir dennoch lieb und macht mir große Freude, es von Euch ſelbſt, mein gnädigſter Kurfürſt, beſtätigen zu hören.
— Berichtet mir doch, was ſeit geſtern ſich zugetragen hat, gebot der Kurfürſt; ich ſehe noch nicht klar in dieſer Sache. Ich brauche Euch wohl nicht erſt zu erſuchen, daß Ihr der ſtrengſten Wahrheit Euch befleißigen mögt.
— Von geſtern Abend kann ich nichts melden, denn ich verließ die Städte nach kurzem Aufenthalte ſchon um Mittag, begann Ottokar. Am heutigen Morgen erſt gelangte nach Britz die Kunde, daß Unruhen entſtanden ſeien wegen des Verbots der Kalande— ob gegen Euch, mein Fürſt, ob gegen den Rath, das konnte man uns nicht ſagen. Herr Boytin und ich, wir machten uns ſogleich auf, weil unſere Gegenwart vonnöthen ſein konnte. Während Boytin ſchon vor der Stadt vom Pferde ſtieg und zu Fuß unerkannt nach ſeinem Hauſe eilte, begab ich mich nach dem gemeinſamen Rathhauſe, vor dem ich eine Menge Volks verſammelt fand. die ziemlich ruhig ſich verhielt. Kaum aber hatte ich an der Berathung Theil genommen, als die Schreckenskunde erſcholl, daß Eure Reiſigen in vollem Anzuge ſeien. Jetzt riefen die Sturmglocken zur Vertheidigung auf, die Bürger eilten zu den Waffen und beſetzten Thore und Wälle, während andere Nachrichten die drohende Gefahr beſtätigten. Es ward auch nach der Hülfe der Hanſa ausgeſchickt. Da aber bis zum Einbruch des Abends kein feindlicher Angriff auf unſere Mauern erfolgte, ſo ſandte man mich aus, wo möglich die Abſicht der Reiſigen zu erforſchen. Schon die ungemeine Sorgloſigkeit, die ich in ihrem Lager wahrnahm, drängte mir die Vermuthung eines Irrthums auf, und die Gewiß⸗ heit eines ſolchen gaben mir die Verſicherungen des Ritters, der die Reiſigen befehllgt. Doch da er glaubte, ich wäre heimlich abgeſandt vom Rathe, die von den Bürgern ver⸗


