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ben? Daß ich ein Narr wäre! Diesmal gilt es, den Her⸗ zogshut zu erringen; ſolch gute Gelegenheit dürfte nicht ſo⸗ bald wiederkehren!
Als die Plünderer mit ihrer Beute nach und nach ab⸗ zogen, um ſie vorerſt in den Städten in Sicherheit zu brin⸗ gen, und es auf dem Platze allgemach ſtill ward, ging auch Rycke nach ſeinem Hauſe in der Spandowerſtraße. Kaum war er auf ſeinem Gemach angelangt und hatte ſich der Rüſtung entledigt, als ihm Helene den gewohnten Nacht⸗ trunk brachte.
— Du hätteſt ſchon längſt zur Ruhe gehen ſollen, Lene, ſagte er zu ſeiner Tochter, als er die heute auffallend blei⸗ chen Wangen des Mädchens gewahrte. Das lange Sitzen bis tief in die Nacht hinein taugt Dir nichts; Du wirſt ernſtlich erkranken.
— Sollte ich ruhig ſchlafen können, wenn ich Euch, mein Vater, von Gefahren umgeben weiß? erwiederte He⸗ lene. Nimmer würde ich dies vermögen.
— Ja, ich weiß, daß Du ein gutes Kind biſt, wenn⸗ gleich ab und zu ein wenig eigenſinnig, verſetzte Rycke. Doch darfſt Du Dich meinetwegen nicht ängſtigen, Lene, wenn's auch noch ärger kommen ſollte; mich beſchützt eine geheim⸗ nißvolle Macht.
— Wenn Euch Gott nicht beſchützt, mein Vater, iſt es ſchlimm um Euch beſtellt, ſprach die Jungfrau mit be⸗ bender Stimme. Doch hoffe ich, daß er meine heißen Bitten
erfüllen wird, auch dann, wenn meine Lippen kein Gebet
mehr ſtammeln können.
Rycke gab hierauf keine Antwort; ſeine Gedanken weil⸗ ten nicht mehr in der Gegenwart, denn für dieſe gab es augenblicklich nichts zu thun, ſondern ſtreiften hinaus in die Zukunft, die der Arbeit noch ſo viel mit ſich brachte. So hatte er die Worte ſeiner Tochter uͤberhört.
— Hoöre, Lene, ich wünſchte, Du wäreſt ein Mann,
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