Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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den beiden Städten und insbeſondere in Kölln beſaß, wag⸗ ten ſich, ihres Hauptes beraubt und im Falle ihrer Ent⸗ deckung für ihre eigene Sicherheit zitternd, nicht hinaus, und die übrigen Bürger, wenn ſie dies Beginnen auch miß⸗ billigten, durften entweder ihre Poſten nicht verlaſſen, oder ſie ruhten, von den Aufregungen des Tages ermattet, in ihren Häuſern auf den Lagern. So hatten die Plünderer ganz freie Hand, und ſie wütheten um ſo ärger, als ſie, geſtützt auf des Bürgermeiſters Autorität, ſich ſtraflos wähn⸗ ten. Zwei Diener, die in dem Hauſe zurückgeblieben waren, wurden arg gemißhandelt und konnten ihr Leben nur durch die eiligſte Flucht retten; jedes Winkelchen ward durchſucht, alles, was von den nicht geringen Reichthümern der Familie fortgeſchafft werden konnte, mitgenommen, und das Uebrige zerſchlagen und zerſtört mit einem Wort, das ganze ſo ſtattliche Haus zu einer Ruine umgewandelt.

Während dieſer Zeit ſtand Rycke, in einem Mantel ge⸗ hüllt, den er über ſeine Rüſtung geworfen, im Schatten zweier Pfeiler der St. Petri⸗Kirche und ſah in behaglicher Ruhe dem Treiben der Unholde zu.

So iſt es gut, ſprach er bei ſich, als er bei dem Scheine der vielen Fackeln, die alle Fenſter des Hauſes er⸗ leuchteten, die Zerſtörung ſo recht erkennen konnte; vermittelt nun wirklich der Syndikus drüben in Spandow den Frie⸗ den, woran ich nicht zweifle, ſo wird der Kurfürſt ſich in ſeinem Zorn dennoch verleiten laſſen, etwas Uebereiltes ge⸗ gen die beiden Städte zu unternehmen, wenn er erfährt, was ſeinem treueſten Anhänger widerfahren. Es wäre auch ein gewaltiger Strich durch meine Rechnung, wenn nun alles wieder ruhig wie zuvor würde, und es war ein guter Einfall, dieſe Elenden zu einer That aufzuhetzen, welche die Rache des Kurfürſten auf die geſammte Bürgerſchaft her⸗ abbeſchwören muß. Einen Boten ſoll ich nach Frankfurt ſchicken, um die Abſendung der Hanſa⸗Hülfe zu hintertrei⸗